Muss sich mit "Der Pfau" messen lassen
Daran, dass ich schon ein Buch von Maxim Leo gelesen hätte, könnte ich mich nicht entsinnen, also ist „Einatmen, Ausatmen“ ein neuer Punkt auf meiner Leselandkarte.
Zunächst sei kurz umrissen, worum es geht, wenngleich man beim Titel schon auf Ideen kommen kann, mit denen man gar nicht so verkehrt liegt: „Einatmen, ausatmen“ ist einer der Leitsätze, wenn es um Achtsamkeit, Gelassenheit und dergleichen geht. So auch hier: Lernen soll das Marlene Buchholz, ihres Zeichens designierte Vorstandsvorsitzende der Aviola, und zwar von Alex Grow (Zweifel an der Echtheit des Namens hegt auch Marlene …), einem berühmten Coach. Doch ihr Plan, sich schnell ihr Achtsamkeitszertifikat „abzuholen“, misslingt, denn Alex scheint noch größere Baustellen als sie selbst zu haben ...
Mehr sei nicht verraten, weil die Geschichte in weiten Teilen von schrägen Einfällen lebt, denen man ansonsten nur vorgriffe. Mich erinnerte die Geschichte an eine, die ich sehr liebe: Isabell Bogdans „Der Pfau“ – und das steht auf der Haben- wie auf der Soll-Seite. In beiden Geschichten geht es um Optimierung von „Leistungsträgern“ durch eine „Anstalt“, bei der selbst einiges im Argen liegt. Man könnte nun sagen, dass Leo abschreibt, doch damit täte man ihm Unrecht, denn er spielt das Stück in einer anderen Tonart. Seine Figuren sind sympathisch (ja, sogar Marlene, weil sie erfrischend direkt ist); er nimmt vieles aufs Korn, ohne „draufzuhauen“, lenkt die Aufmerksamkeit darauf, dass letztlich Authentizität relevant ist und „vorne“ nicht immer in der ersten Reihe ist; er beherrscht die Kunst, den Finger in Wunden zu legen, ohne darin zu bohren, sondern einen selbst zu der Erkenntnis gelangen zu lassen – und das nicht in moralinsaurem Ton, sondern in locker-leicht lesbarer Schreibe. Gute Unterhaltung, die zum Nachdenken anregen kann und nur deshalb keine volle Punktzahl erreicht, weil „Einatmen, Ausatmen“ sich bei mir am zuvor gelesenen „Der Pfau“ messen lassen muss.
Zunächst sei kurz umrissen, worum es geht, wenngleich man beim Titel schon auf Ideen kommen kann, mit denen man gar nicht so verkehrt liegt: „Einatmen, ausatmen“ ist einer der Leitsätze, wenn es um Achtsamkeit, Gelassenheit und dergleichen geht. So auch hier: Lernen soll das Marlene Buchholz, ihres Zeichens designierte Vorstandsvorsitzende der Aviola, und zwar von Alex Grow (Zweifel an der Echtheit des Namens hegt auch Marlene …), einem berühmten Coach. Doch ihr Plan, sich schnell ihr Achtsamkeitszertifikat „abzuholen“, misslingt, denn Alex scheint noch größere Baustellen als sie selbst zu haben ...
Mehr sei nicht verraten, weil die Geschichte in weiten Teilen von schrägen Einfällen lebt, denen man ansonsten nur vorgriffe. Mich erinnerte die Geschichte an eine, die ich sehr liebe: Isabell Bogdans „Der Pfau“ – und das steht auf der Haben- wie auf der Soll-Seite. In beiden Geschichten geht es um Optimierung von „Leistungsträgern“ durch eine „Anstalt“, bei der selbst einiges im Argen liegt. Man könnte nun sagen, dass Leo abschreibt, doch damit täte man ihm Unrecht, denn er spielt das Stück in einer anderen Tonart. Seine Figuren sind sympathisch (ja, sogar Marlene, weil sie erfrischend direkt ist); er nimmt vieles aufs Korn, ohne „draufzuhauen“, lenkt die Aufmerksamkeit darauf, dass letztlich Authentizität relevant ist und „vorne“ nicht immer in der ersten Reihe ist; er beherrscht die Kunst, den Finger in Wunden zu legen, ohne darin zu bohren, sondern einen selbst zu der Erkenntnis gelangen zu lassen – und das nicht in moralinsaurem Ton, sondern in locker-leicht lesbarer Schreibe. Gute Unterhaltung, die zum Nachdenken anregen kann und nur deshalb keine volle Punktzahl erreicht, weil „Einatmen, Ausatmen“ sich bei mir am zuvor gelesenen „Der Pfau“ messen lassen muss.