Roman aus der Coaching-Szene und dem bunten Leben

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Nach der Ankündigung zum Roman „Einatmen Ausatmen“ von Maxim Leo hatte ich eine klassische Komödie, etwas Leichtes, erwartet. Doch wie das so ist mit unseren Erwartungen. Manchmal können wir da lange drauf warten.

Es ist also mehr ein sachlicher Roman, der von Marlene handelt, einer Managerin, die vor ihrem nächsten Karriereschritt, dem Vorstandsvorsitz, steht. Fachlich läuft alles prima, nur mit dem Einfühlungsvermögen, der Empathie gegenüber ihren Mitarbeitern hat sie es nicht so. Sie, die selbst nie Gefühl zeigen durfte, hat kein Verständnis, wenn andere dies zeigen.

Deshalb wird der erfolgreiche Besuch eines Achtsamkeits-Seminars bei Alex, einem renommierten Business-Coach, zur Bedingung für den Aufstieg.

Was Marlene im Brandenburgischen dann so erlebt, bringt sie aus ihrem gewohnten „Trott“ und verändert sie unweigerlich.
Und auch Alex, der erfolgreiche Personalentwickler und Coach, hat so seine Probleme.

Das ist alles schön beschrieben. Dabei schwankt der Schreibstil nach meinem Empfinden zwischen Komödie, Fachbuch und sachlichem Roman hin und her. Es erschien mir, als wolle sich der Autor da nicht so festlegen.

Es prasseln auch ziemlich viele und ernste Themen aufeinander. Als Beispiele seien Fragen der persönlichen Vergangenheitsbewältigung, ein Kindheitstrauma, aktiver Umweltschutz und Schutz vor Diskriminierung genannt.

Leider blieben die anderen Teilnehmer des Seminars eher farblos. Da gäbe es noch viel Freiraum, der die Handlung und Atmosphäre angereichert hätte.

Auch der Schluss überrascht, passt aber dennoch zur Geschichte.