Scharf beobachtet

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Meine Meinung
Dem Autor Maxim Leo ist mit „Einatmen. Ausatmen.“ ein spritziger, einfühlsamer und auf scharfen Beobachtungen unserer derzeitigen Lebenswelt basierender Roman bestens gelungen.

Der Lesefluss war durchwegs gegeben und ich las meist viel länger, als ich mir eigentlich vorgenommen hatte. Ich konnte mich in die Romanwelt tief einsinken lassen und somit war das Kopfkino für mich perfekt!

Mit Tiefgang wurden die Charaktere der Protagonist*innen liebevoll ausgestaltet und ich konnte mir die Figuren sehr gut mit ihren Ecken und Kanten vorstellen. Die beiden Hauptdarsteller, Marlene und Alex, wuchsen mir direkt ans Herz. Die beiden kommen zunächst in ihren schillernden Rüstungen daher, die sie vor allem Unbill des Alltags vorgeblich schützen. Doch bei näherer Betrachtung zeigen sich rostige Stellen und sogar Löcher in diesen äußeren Monturen, die sie verletzlich und damit sehr menschlich machen. Der Autor zeigt damit, meiner Ansicht nach, seine Begabung für scharfe Beobachtung und die Umsetzung seiner Beobachtungen in einen leichtfüßigen, humorvollen, jedoch niemals seichten, Stil.

Der Plot war fein gesponnen und die Geschichte nahm einige unvorhersehbare Wendungen. Am Ende legte ich trotz des eher offen gestalteten Schlusses diese Lektüre sehr zufrieden und mit einem Wohlgefühl aus der Hand und ich denke, dass es noch länger nachwirken wird.

Mein Fazit
Wer auf der Suche nach einer fein gesponnen, intelligent umgesetzten Geschichte aus unserer heutigen Lebensumwelt ist, dem sei „Einatmen. Ausatmen.“ bestens empfohlen. Von mir gibt es dafür mit Begeisterung die volle Sternezahl!