Sommerlektüre
An einen Roman, der als „hellsichtig, rasend komisch und tief berührend“ angekündigt wird, hatte ich hohe Erwartungen. Zumal der Autor Maxim Leo ist, der den Helden von Bahnhof Friedrichstraße geschrieben hat. Zu großen Teilen werden diese Erwartungen erfüllt, aber leider nicht ganz. Für die Verfilmung muss hier und da zugespitzt und gestrafft werden, damit der Bogen am Ende nicht zu sehr abfällt. Da wäre noch eine Drehung Absurdität mehr drin gewesen, ein rasantes Finale! Maxim Leo schafft es aber, liebenswerte Figuren zu zeichnen und sie durch abenteuerliche Tage zu begleiten. Marlene Buchholz, Alex Grow und die anderen lerne ich gern kennen und mag sie und das Setting wirklich. Da ich nicht zu viel verraten möchte, sei nur dies gesagt: “War es nicht viel wichtiger, öfter mal nackt in einen See zu springen oder sich anständig zu betrinken?“