Zu unglaubhaft

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schatzye Avatar

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In dem Buch geht es um Marlene und Alex. Marlene ist empathielos und u.a. dadurch sehr erfolgreich in ihrem Job. Sie soll dort auch zukünftig eine sehr hohe Position erhalten – unter der Voraussetzung, dass sie von den entsprechenden dafür angenommen wird. Dafür muss sie jedoch ihre sozialen Kompetenzen verbessern.
Widerstrebend stimmt sie diesem Prozess zu. Einen entsprechenden mehrwöchigen Kurs soll bei in Alex Academy durchführen. Alex ist von dem Erfolg von Marlene abhängig, denn seine Academy steht finanziell kurz vor dem Aus. Wenn er jedoch Marelene zur neuen Chefin umwandeln kann, würden alle zukünftigen Kurse des Unternehmens über die Academy laufen und sie wäre damit finanziell sicher.

Ich dachte eingangs, wir haben hier einen Humor ähnlich zu „Achtsam morden“. Dem ist aber nicht so. Leider hat mir das Buch insgesamt auch nur im ca. 1/5 gut gefallen. Dies war der Teil, in dem Marlene ihre großen Ecken und Kanten hatte, dadurch Persönlichkeit und für mich als Leserin mir das ein oder andere Lächeln ins Gesicht gezaubert hat.

Ziemlich schnell veränderte sie sich jedoch. Dies ging mir jedoch zum einen viel zu schnell und damit unglaubhaft, zum anderen durch Handlungen, die mMn sehr unglaubwürdig waren. Die „emotionalen“ Momente konnte ich deswegen auch nicht mitfühlen. Ich hatte einfach keinen Bezug mehr zu Marlene. Und hatte nie einen Bezug zu Alex.

Alex ist ein Charakter, der „nichts für mich ist“. Er träumt in seiner eigenen Welt, kann sich nicht binden, wirkt wie ein kleiner Junge in einer erwachsenen Welt. Und dann hat er dieses Academy aufgebaut, die sehr nobel ist und viele Mitarbeitende beschäftigt, die sehr professionell wirken? Es scheint mir nicht vereinbar zu sein.

Ich kann mir gut vorstellen, dass das Buch Personen gefällt. Vielleicht Personen, die „Die Mitternachtsbibliothek“ mochten. Dazu gehöre ich nicht.