Berührend und herzergreifend!
Ich hatte etwas ganz anderes erwartet von der Leseprobe "Eine kleine Schwindelei" - etwas eher Witziges, sozusagen auch leichte Kost. Stattdessen wird hier gleich zu Beginn der Tod von Tibb Inglebys Mutter beschrieben, die ein kleines Mädchen entbindet. Tibb ist bei der Geburt dabei und bleibt mit dem Neugeborenen, alleine zurück. Sie nennt es Henriette, leider stirbt das Baby. Tibb ist völlig mittellos, hat keine Familie und kein Zuhause, lediglich die Worte ihrer verstorbenen Mutter im Ohr "Die erste Regel des Landstreicherlebens: Bleib nicht zu lange an einem Ort, sonst fällt es den Mistkerlen auf". Mich hat die Leseprobe sehr berührt. Sie ist aus der Sicht von Tibb geschrieben, in Worten wie ein junges Mädchen in der Zeit um 1500 wohl gesprochen und gedacht haben mag. Ich vermute, im weiteren wird die Lektüre dann eher etwas leichtere Kost werden. Aber den Verlust von Mutter und Schwester und die Umstände der Geburt fand ich schon heftig für die Protagonistin. Das Buchcover sagt mir überhaupt nicht zu. .