Bildhafte Zeitreise
Diese Leseprobe hat mich sofort mit ihrer schonungslosen, ungefilterten Erzählstimme überrascht. Tibbs Sprache, roh, direkt und voller eigenwilliger Wendungen wie "Mistkerle" oder das wiederkehrende "Tibb" in ihrer eigenen Rede, versetzt einen sofort ins England des Jahres 1500, ohne dass es je aufgesetzt oder museal wirkt. Die Wortwahl fühlt sich konsequent und lebendig an, auch wenn sie streckenweise hart zu lesen ist.
Was mich besonders beeindruckt hat, ist, wie die Autorin das Elend dieser Kindheit am Rand der Gesellschaft schildert, ohne dabei larmoyant zu werden. Der Tod der Mutter, die verzweifelte Sorge um das Baby, die Begegnung mit Farmer O, all das trägt eine bedrückende Wucht, die durch die kindliche, manchmal fast naive Erzählperspektive noch verstärkt wird. Die wiederkehrende Bildsprache der Schlange, die sich um Tibbs Körper windet, hat mir eindrücklich vermittelt, wie sich Trauer und Verzweiflung körperlich anfühlen können.
Die Rahmenhandlung um den gefangenen Mann, der offenbar auf den Scheiterhaufen wartet, hat sofort meine Neugier geweckt, wie diese beiden Zeitebenen zusammenhängen. Auch die Begegnung mit Ivo am Strand, seine ruhige, fürsorgliche Art im Kontrast zu den Mistkerlen, die Tibb bisher kennengelernt hat, gibt der Geschichte eine vorsichtige Wärme, auch wenn eine gewisse Unsicherheit bleibt, wer Ivo wirklich ist und wohin diese Freundschaft führt. Ich bin gespannt, wie sich Tibbs Weg weiterentwickelt und wie die beiden Zeitstränge sich schließlich verknüpfen.
Was mich besonders beeindruckt hat, ist, wie die Autorin das Elend dieser Kindheit am Rand der Gesellschaft schildert, ohne dabei larmoyant zu werden. Der Tod der Mutter, die verzweifelte Sorge um das Baby, die Begegnung mit Farmer O, all das trägt eine bedrückende Wucht, die durch die kindliche, manchmal fast naive Erzählperspektive noch verstärkt wird. Die wiederkehrende Bildsprache der Schlange, die sich um Tibbs Körper windet, hat mir eindrücklich vermittelt, wie sich Trauer und Verzweiflung körperlich anfühlen können.
Die Rahmenhandlung um den gefangenen Mann, der offenbar auf den Scheiterhaufen wartet, hat sofort meine Neugier geweckt, wie diese beiden Zeitebenen zusammenhängen. Auch die Begegnung mit Ivo am Strand, seine ruhige, fürsorgliche Art im Kontrast zu den Mistkerlen, die Tibb bisher kennengelernt hat, gibt der Geschichte eine vorsichtige Wärme, auch wenn eine gewisse Unsicherheit bleibt, wer Ivo wirklich ist und wohin diese Freundschaft führt. Ich bin gespannt, wie sich Tibbs Weg weiterentwickelt und wie die beiden Zeitstränge sich schließlich verknüpfen.