Frech, ungewöhnlich und ganz anders als erwartet

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dana2505 Avatar

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Frech, ungewöhnlich und ganz anders als erwartet

Tibb ist definitiv keine gewöhnliche Heldin – und genau das hat mir an der Geschichte sofort gefallen. Sie hat nicht viel, auf das sie sich verlassen kann, außer auf sich selbst und auf die Regeln, die ihre Mutter ihr mitgegeben hat. Dabei wirkt sie gleichzeitig naiv und erstaunlich abgeklärt. Diese Mischung macht sie für mich sehr interessant.

Besonders gefällt mir ihre Sicht auf die Welt. Tibb nimmt kein Blatt vor den Mund und gerade dadurch wirkt die Geschichte trotz des historischen Settings überhaupt nicht verstaubt. Man bekommt schnell das Gefühl, dass sie schon viel erlebt hat und gelernt hat, Menschen lieber erst einmal zu misstrauen.

Gleichzeitig steckt hinter ihrer frechen Art auch etwas Trauriges. Sie hat kein richtiges Zuhause und niemanden, auf den sie sich wirklich verlassen kann. Umso neugieriger bin ich auf die Menschen, denen sie auf ihrer Reise begegnet. Die Vorstellung, dass ausgerechnet eine Gruppe von Außenseitern für sie irgendwann zu etwas wie einer Familie werden könnte, gefällt mir sehr.

Auch das historische Setting spricht mich an, gerade weil hier offenbar nicht das Leben von Königen und Adeligen im Mittelpunkt steht, sondern das der Menschen am Rand der Gesellschaft.

Ich möchte Tibb sehr gern weiter auf ihrem Weg begleiten. Vor allem möchte ich erfahren, wem sie irgendwann doch vertrauen kann, was sie unter einem Zuhause versteht – und natürlich, was es mit ihrer großen Schwindelei auf sich hat.