Tibbs Stimme bleibt hängen

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loddeliest Avatar

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Das Cover gefällt mir richtig gut, vor allem die etwas ungewöhnliche Farbkombination und das verträumte Motiv haben mich neugierig gemacht. Dass der Roman auf wahren Begebenheiten basiert, macht die Geschichte für mich noch interessanter.

Am stärksten ist für mich aber eindeutig Tibbs Erzählstimme. Sie ist direkt, eigenwillig, teilweise ziemlich derb und gleichzeitig sehr kindlich. Daran musste ich mich am Anfang kurz gewöhnen, aber gerade dadurch wirkt Tibb schnell wie eine ganz eigene Figur und nicht wie eine typische historische Romanheldin.

Inhaltlich geht es direkt ziemlich heftig los: Tibb verliert ihre Mutter kurz nach der Geburt ihrer kleinen Schwester und ist plötzlich allein für das Baby verantwortlich. Besonders die Mischung aus ihrer Trauer und ihrer teilweise fast naiven Art, die Welt zu erklären, fand ich berührend. Manche Formulierungen und Wiederholungen waren mir allerdings ein bisschen zu gewollt originell, ich bin gespannt, ob mich der Stil über einen ganzen Roman trägt.

Die Leseprobe hat trotzdem viele Fragen aufgeworfen. Vor allem der Zeitsprung fünf Jahre später und der Gefangene, der auf dem Scheiterhaufen landen soll, machen neugierig darauf, wie alles zusammenhängt. Ich würde weiterlesen, vor allem weil ich wissen möchte, was aus Tibb wird und welche „kleine Schwindelei“ am Ende solche Folgen haben wird.