Außergewöhnliche Geschichte
Das Cover von "Eine kleine Schwindelei" ist so außergewöhnlich, dass es mich direkt neugierig gemacht hat. Und die Protagonistin ist mindestens genauso außergewöhnlich! Tibb Ingleby zieht mit ihrer Mutter als Landstreicherin durch das England des 16. Jahrhunderts und erlebt dabei, wie es ganz unten in der Gesellschaft ist. Denn Vagabundieren ist gesetzlich verboten und Tibb muss sich bald alleine durchschlagen... dabei hat sie von ihrer Mutter gelernt, dass sie sich vor Männern und vor allem auch der Kirche (oder wie Tibb sagen würde "großer-Mann-Gott") fern halten sollte. Auf ihrer Reise durch das spätmittelalterliche England trifft sie auf andere Außenseiter, die zuerst zu Freunden und dann zu Familie und einem Zuhause werden (mit oder ohne Dach).
Der Schreibstil ist ebenfalls sehr außergewöhnlich und spiegelt den Bildungsstand und die Gedankenwelt von Tibb wider. Das Mädchen ist naiv und besitzt doch eine gehörige Portion Bauernschläue und einen gesunden Menschenverstand. Die Sprache ist derb und direkt und bildet damit einen deutlichen Kontrast zur Gesellschaft und vor allem der (heuchlerischen) Kirche der damaligen Zeit. Den Umgang mit queerer Liebe kann Tibb nämlich überhaupt nicht nachvollziehen, weil Liebe ist doch Liebe. Und wie daraus "eine kleine Schwindelei" entstehen konnte und was diese für Folgen hat, darf jeder selber nachlesen...
Das letzte Drittel war gleichzeitg der spannendste Teil des Buchs und hat sich trotzdem etwas gezogen.
Ein rundum ungewöhnliches, aber gelungenes Buch, das mit einer starken Heldin und einer spannenden, fast schon poetischen Sprache punkten kann.
Der Schreibstil ist ebenfalls sehr außergewöhnlich und spiegelt den Bildungsstand und die Gedankenwelt von Tibb wider. Das Mädchen ist naiv und besitzt doch eine gehörige Portion Bauernschläue und einen gesunden Menschenverstand. Die Sprache ist derb und direkt und bildet damit einen deutlichen Kontrast zur Gesellschaft und vor allem der (heuchlerischen) Kirche der damaligen Zeit. Den Umgang mit queerer Liebe kann Tibb nämlich überhaupt nicht nachvollziehen, weil Liebe ist doch Liebe. Und wie daraus "eine kleine Schwindelei" entstehen konnte und was diese für Folgen hat, darf jeder selber nachlesen...
Das letzte Drittel war gleichzeitg der spannendste Teil des Buchs und hat sich trotzdem etwas gezogen.
Ein rundum ungewöhnliches, aber gelungenes Buch, das mit einer starken Heldin und einer spannenden, fast schon poetischen Sprache punkten kann.