Das Leben der Tibb Ingleby

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern
kaenzyy Avatar

Von

Tibb und ihre Mutter bleiben nie lange an einem Ort, denn Landstreicher sind nicht nur nicht gerne gesehen, sie werden gefangen genommen und im schlimmsten Fall gehängt.
Doch nachdem ihre Mutter stirbt und sie keine Familie mehr hat, ist sie ganz auf sich allein gestellt.
Aber das soll nicht immer so bleiben und auf ihrem Weg durch die Welt, trifft sie auf viele neue Menschen, die ebenso wie sie, ein wenig verloren sind.

Tibb ist ein sehr lautes junges Mädchen, auch wenn sie in ihrem Leben schon oft leise sein musste.
Für die Zeit in der sie lebt, ist sie ziemlich weltoffen und versteht die Ansichten und den Glauben der anderen Menschen nicht.
Sich anzupassen fällt ihr schwer, allerdings findet sie auch, dass sie das nicht muss.
Obwohl sie noch anfangs noch ein Kind ist, hat sie in ihrem Leben schon viele unschöne Dinge erlebt.

Das Buch ist aus ihrer Sicht geschrieben und auch so wie sie selber spricht.
Auf mich hat Tibb immer etwas kindlich gewirkt, auch nachdem sie älter geworden ist, und dementsprechend ist ihre Wortwahl manchmal eher speziell.
Manche Beschreibungen oder Bezeichnungen, waren mir manchmal etwas zu viel, gerade dann, wenn sie immer wiederholt worden sind.
"Die Bällchen" wären da ein Beispiel.

Im Laufe der Handlung lernt sie viele neue Menschen kennen, die einen großen Einfluss auf ihre weitere Entwicklung haben und die für sie teilweise zu einer neuen Familie werden.
Die Leser:innen, die in anderen Büchern den Found Family Trope mögen, werden dieses Buch dann mit Sicherheit auch mögen.
Was groß angekündigt wird, sind Tibbs kleine Schwindeleien, die habe ich mir vorher allerdings etwas anders vorgestellt.
Die Umsetzung war nicht schlecht, aber ich hatte es mir explosiver vorgestellt.

Fazit: Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, auch wenn ich sprachlich nicht immer zufrieden war, wobei das eine sehr persönliche Wahrnehmung ist.