"Eine feine Serie kluger Gedanken"
Das Buch handelt von der zu Beginn des Buches „ungefähr“ vierzehnjährigen Landstreicherin Tibby und ihrem Überlebenskampf in einer ihr oft feindlich gesonnen Welt, in der sie schöne, fast märchenhaft anmutende Momente ebenso wie erschreckende Situationen erlebt.
Beeindruckt hat mich an dem Roman, dass er auch heute noch aktuelle Themen, wie z.B. mentale Gesundheit oder Diskriminierung queerer Menschen, sehr stimmig in ein historisches Setting einbettet. Dadurch wirkt er modern und zeitlos.
Eine weitere Besonderheit ist der ungewöhnliche Schreibstil. Die Geschichte wird in einer kindlich-poetischen Sprache aus der Perspektive der Protagonistin erzählt. Hierbei steht Tibbys großherzige, naive Sicht auf die Welt in Kontrast zur Grausamkeit vieler Ereignisse.
Die Formulierungen samt Wortschöpfungen (z.B. „er ist ein älter-als-sein-Alter-Mensch“, „das keine-Frau-Problem“) sprudeln über vor Kreativität, was das Buch zu einem sprachlichen Kunstwerk macht.
Diese Stärke des Buches war für mich aber auch eine kleine Schwäche. Da die Sprache so präsent im Vordergrund steht, habe ich oft eine emotionale Distanz zu den Figuren gespürt. Statt mich in deren Schicksal richtig einzufühlen, war ich manchmal mehr mit den besonderen Formulierungen beschäftigt und habe über diese nachgedacht. Das Buch war für mich daher nicht so flüssig zu lesen.
Insgesamt ist „Eine kleine Schwindelei“ von Rosanna Pike für mich eine inhaltlich berührende Geschichte in einem herausfordernden Schreibstil. Darüber hinaus ist der Roman definitiv „Eine feine Serie kluger Gedanken“ (Zitat aus dem Buch).
Beeindruckt hat mich an dem Roman, dass er auch heute noch aktuelle Themen, wie z.B. mentale Gesundheit oder Diskriminierung queerer Menschen, sehr stimmig in ein historisches Setting einbettet. Dadurch wirkt er modern und zeitlos.
Eine weitere Besonderheit ist der ungewöhnliche Schreibstil. Die Geschichte wird in einer kindlich-poetischen Sprache aus der Perspektive der Protagonistin erzählt. Hierbei steht Tibbys großherzige, naive Sicht auf die Welt in Kontrast zur Grausamkeit vieler Ereignisse.
Die Formulierungen samt Wortschöpfungen (z.B. „er ist ein älter-als-sein-Alter-Mensch“, „das keine-Frau-Problem“) sprudeln über vor Kreativität, was das Buch zu einem sprachlichen Kunstwerk macht.
Diese Stärke des Buches war für mich aber auch eine kleine Schwäche. Da die Sprache so präsent im Vordergrund steht, habe ich oft eine emotionale Distanz zu den Figuren gespürt. Statt mich in deren Schicksal richtig einzufühlen, war ich manchmal mehr mit den besonderen Formulierungen beschäftigt und habe über diese nachgedacht. Das Buch war für mich daher nicht so flüssig zu lesen.
Insgesamt ist „Eine kleine Schwindelei“ von Rosanna Pike für mich eine inhaltlich berührende Geschichte in einem herausfordernden Schreibstil. Darüber hinaus ist der Roman definitiv „Eine feine Serie kluger Gedanken“ (Zitat aus dem Buch).