Eine kleine Enttäuschung
Cover und Idee haben 5 Sterne verdient: Im Mittelpunkt der Geschichte steht Tibb, die als Waise allein durch Tudor-England zieht und sich mit einer bunt zusammengewürfelten Gruppe auf einen gewagten Schwindel einlässt. Aber was bitte habe ich da gelesen? War das eine (eher schlechte) Fan-Fiction über irgendwas, was ich nicht kenne?
So kam es jedenfalls teilweise rüber. Eine Found-Family Gruppe, wie aus einer Serie, die mal schnell in ein historisches Setting gepackt wurde, dazu jede Menge Themen des aktuellen Zeitgeists. Don't get me wrong, all diese Themen sind wichtig und komplex. Und ich finde auch, dass man moderne Perspektiven wunderbar in historischem Setting umsetzen kann. Hier wirkte es aber nicht wie ein bewusster Stilbruch, sondern eher so, als hätte man sich nicht die Mühe gemacht, die Figuren tatsächlich in ihrer Zeit zu verankern und letztlich Tudor-England lediglich als Kulisse zu nutzen.
Dazu kommen Figuren, die unglaublich flach bleiben. Fast jede Person scheint auf ein oder zwei Eigenschaften reduziert, die Freundesgruppe harmoniert ohne große Konflikte. Alle sind irgendwie liebenswert, Pärchen finden sich, alle unterstützen sich. So wirkte es wirklich wie eine AO3-Story mit historischem Setting. Schwere Themen werden aufgemacht, die Figuren erleben Traumatisches. Emotional bleibt davon wenig hängen, es wirkte manchmal eher, als würde eine Liste abgehakt werden.
Auch sprachlich konnte mich „Eine kleine Schwindelei“ nicht überzeugen. Es wirkte stellenweise sehr kindlich, aber auch hier eher unausgegoren und nicht als bewusst eingesetztes Stilmittel. Besonders irritiert/genervt haben ständig wiederkehrende Formulierungen. Ob das teilweise an der Übersetzung lag, kann ich nicht beurteilen.
Das Hörbuch war zwar richtig gut gelesen, aber auch das konnte die Geschichte retten. Echt schade, denn wie anfangs schon gesagt, die Idee ist so viel besser als ihre Umsetzung
So kam es jedenfalls teilweise rüber. Eine Found-Family Gruppe, wie aus einer Serie, die mal schnell in ein historisches Setting gepackt wurde, dazu jede Menge Themen des aktuellen Zeitgeists. Don't get me wrong, all diese Themen sind wichtig und komplex. Und ich finde auch, dass man moderne Perspektiven wunderbar in historischem Setting umsetzen kann. Hier wirkte es aber nicht wie ein bewusster Stilbruch, sondern eher so, als hätte man sich nicht die Mühe gemacht, die Figuren tatsächlich in ihrer Zeit zu verankern und letztlich Tudor-England lediglich als Kulisse zu nutzen.
Dazu kommen Figuren, die unglaublich flach bleiben. Fast jede Person scheint auf ein oder zwei Eigenschaften reduziert, die Freundesgruppe harmoniert ohne große Konflikte. Alle sind irgendwie liebenswert, Pärchen finden sich, alle unterstützen sich. So wirkte es wirklich wie eine AO3-Story mit historischem Setting. Schwere Themen werden aufgemacht, die Figuren erleben Traumatisches. Emotional bleibt davon wenig hängen, es wirkte manchmal eher, als würde eine Liste abgehakt werden.
Auch sprachlich konnte mich „Eine kleine Schwindelei“ nicht überzeugen. Es wirkte stellenweise sehr kindlich, aber auch hier eher unausgegoren und nicht als bewusst eingesetztes Stilmittel. Besonders irritiert/genervt haben ständig wiederkehrende Formulierungen. Ob das teilweise an der Übersetzung lag, kann ich nicht beurteilen.
Das Hörbuch war zwar richtig gut gelesen, aber auch das konnte die Geschichte retten. Echt schade, denn wie anfangs schon gesagt, die Idee ist so viel besser als ihre Umsetzung