Fake it till you make it - Tudor-Style!
In "Eine kleine Schwindelei" von Rosanna Pike verfolgen wir Tibb Ingleby im Tudor-England des 15. Jahrhunderts. Die Zeit ist geprägt von harter, körperlicher Arbeit und strengem Glauben. Tibb schlägt sich als Kind mit ihrer Mama als Landstreicherin durch und später, nach einem Schicksalsschlag, alleine. Sie trifft auf ihrer Reise durch England unterschiedliche Leute, von denen sie den einen oder anderen Trick zum Überleben lernt. Tibb selbst ist eine freche, kluge und gewitzte junge Frau. Immer wieder meistert sie die Hürden ihres Lebens.
Der Roman hatte für mich immer wieder eine Überraschung übrig. Ich wurde von Kapitel zu Kapitel von Tibb überrascht und war mir nie sicher, was als Nächstes genau passiert. Der Schreibstil war dabei sehr locker und leicht zu lesen, da wir Tibbs Gedanken direkt mitbekommen. Nach dem ersten Drittel ca. fängt der Roman zusätzlich an, in eine zukünftige Zeitleiste zu springen, und mir gefiel, dass nicht sofort klar war, um welchen Charakter es dabei geht und wie sich später der Handlungskreis geschlossen hat. Die Figuren sind mir sehr ans Herz gewachsen und ich mochte, wie vielseitig und tiefgründig sie waren. Ich finde, dass die Autorin die Lebensrealität im Spätmittelalter sehr einfühlsam eingefangen hat, ohne zu beschönigen, aber eben auch ohne die Figuren unnötig lebensfremd zu gestalten. Mir wird besonders in Erinnerung bleiben, wie Pike die Spannung zwischen Glaube und Kirche ausgearbeitet hat. Besonders das Ende des Romans hat mir gefallen, auch wenn es vielleicht etwas überzogen war.
Mich hat der Roman ursprünglich angesprochen, da ich mich auf eine starke weibliche Hauptfigur gefreut habe, die die sozialen Normen ihrer Zeit bricht. Der historische und religiöse Kontext haben mich dazu ebenfalls gereizt. Ich möchte sagen, dass meine Erwartungen auch so weit erfüllt wurden. Ganz nah habe ich mich Tibb aber leider trotzdem nicht gefühlt, obwohl ich nicht genau ausmachen kann, woran es lag. Vielleicht trennen uns eben doch ein paar Jahrhunderte zu viel. Ich würde dem Buch deshalb 4,75 Sterne geben.
Mein Fazit ist: Wer nach einem starken Roman mit einer starken weiblichen Protagonistin sucht, der wird mit „Eine kleine Schwindelei“ auf jeden Fall fündig. Tibb ist eine ganz liebenswerte Hauptfigur, die mir ein paar weise Denkansprüche mitgegeben hat. Ihre offene und herzliche Art werde ich gerne mitnehmen.
Der Roman hatte für mich immer wieder eine Überraschung übrig. Ich wurde von Kapitel zu Kapitel von Tibb überrascht und war mir nie sicher, was als Nächstes genau passiert. Der Schreibstil war dabei sehr locker und leicht zu lesen, da wir Tibbs Gedanken direkt mitbekommen. Nach dem ersten Drittel ca. fängt der Roman zusätzlich an, in eine zukünftige Zeitleiste zu springen, und mir gefiel, dass nicht sofort klar war, um welchen Charakter es dabei geht und wie sich später der Handlungskreis geschlossen hat. Die Figuren sind mir sehr ans Herz gewachsen und ich mochte, wie vielseitig und tiefgründig sie waren. Ich finde, dass die Autorin die Lebensrealität im Spätmittelalter sehr einfühlsam eingefangen hat, ohne zu beschönigen, aber eben auch ohne die Figuren unnötig lebensfremd zu gestalten. Mir wird besonders in Erinnerung bleiben, wie Pike die Spannung zwischen Glaube und Kirche ausgearbeitet hat. Besonders das Ende des Romans hat mir gefallen, auch wenn es vielleicht etwas überzogen war.
Mich hat der Roman ursprünglich angesprochen, da ich mich auf eine starke weibliche Hauptfigur gefreut habe, die die sozialen Normen ihrer Zeit bricht. Der historische und religiöse Kontext haben mich dazu ebenfalls gereizt. Ich möchte sagen, dass meine Erwartungen auch so weit erfüllt wurden. Ganz nah habe ich mich Tibb aber leider trotzdem nicht gefühlt, obwohl ich nicht genau ausmachen kann, woran es lag. Vielleicht trennen uns eben doch ein paar Jahrhunderte zu viel. Ich würde dem Buch deshalb 4,75 Sterne geben.
Mein Fazit ist: Wer nach einem starken Roman mit einer starken weiblichen Protagonistin sucht, der wird mit „Eine kleine Schwindelei“ auf jeden Fall fündig. Tibb ist eine ganz liebenswerte Hauptfigur, die mir ein paar weise Denkansprüche mitgegeben hat. Ihre offene und herzliche Art werde ich gerne mitnehmen.