fantastisch

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linda.konig12 Avatar

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„Eine kleine Schwindelei“
Von Rosanna Pike

In einer Übersetzung von Susanne Höbel

Tibb Ingleby lebt im Jahr 1500 Uhr. Sie ist am Anfang ihrer Pubertät und völlig allein auf sich gestellt. Niemanden, den sie hat und niemand, der sich um sie sorgt. Ihre Mutter ist gerade gestorben und ebenfalls die kleine Schwester, auf die sie nicht aufpassen konnte.
Und nun schlägt sie sich durch … so wie auch schon ihre Mutter und so, wie sie es kennt, seit Jahren. Sie lebt als Vagabundin, lebt im Wald, in einer Höhle, findet Schausteller und trifft auf einige andere liebenswerte Menschen.

Es ist eine düstere Zeit und ein düsteres Leben. Und doch ist da ganz viel Licht in dieser Erzählung.
Es ist ein Roman, der einen zeigt, dass man als ausgestoßene und junge Frau in dieser Welt eigentlich überhaupt gar keinen Platz hat und vielleicht auch gar keine Zukunft und eigentlich müsste dies alles furchtbar traurig und hoffnungslos sein. Dieser Roman zeigt aber, wie man es schaffen kann, trotzdem nicht den Mut zu verlieren und immer wieder neue Ideen und „kleine Schwindeleien“ zu finden, die einen irgendwie glücklich machen und weiterleben lassen.
Tibb erschafft ganz viel und baut sich ihre eigene Familie und ihr Zuhause auf. Ihr Dach über den Kopf und sie zeigt uns, dass Zuhause so viel mehr ist als ein Ort. Sie gibt anderen Menschen Lebensmut und zeigt auf, wie man leben kann, auch wenn es irgendwie ausweglos erscheint.

Dieser Roman ist ein richtiger Pageturner. Das Lesen ist leicht und die Sprache nah und direkt. Man kann fast nicht aufhören zu lesen und auch wenn es nichts Neues ist, hat mir dieser Roman Spaß gemacht. Vor allem ist Tibb ein so wunderbarer, süßer und herzergreifender Charakter.

„Ma, diese kleine Schwindelei hat Beine bekommen und rennt jetzt auf den Abgrund zu, als hätte sie einen Todeswunsch,…“