Lebensklug und herzerwärmend

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glückliche Avatar

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Was für eine wundervolle, zu Herzen gehende Geschichte.

England, zu Beginn des 16. Jahrhunderts. Die kleine Tibb verliert ihre Mutter und steht vollkommen allein und ohne Habseligkeiten, nur mit ihrer gerade geborenen kleinen Schwester, hilflos und erbarmungswürdig da.

Sie trifft einen Jungen, Ivo, etwas älter als sie, der sich ihrer annimmt. Er durchstreift mit ihr gemeinsam als Landstreicher die Gegend.

Tibb hat seine Freundschaft und die Regeln und Lebensweisheiten ihrer Mutter. Über die weiteren Abenteuer und gefährlichen Situationen, die Tibb in ihrem jungen Leben durchstehen muss, möchte ich nichts verraten. Ich kann aber verraten, dass ich das alles mit Spannung und oft mit einem kleinen Lächeln auf den Lippen gelesen habe.

Die Figur der Tibb Ingleby hat mich sehr beeindruckt. Körperlich eher klein und schmächtig, hat sie doch ein großes Herz, einen starken Willen und das Wissen darüber, was wirklich wichtig ist im Leben. In meinen Augen ist sie mit einem gewissen Urvertrauen ausgestattet, dass ihr in brenzligen Situationen die nötige Kraft gibt. Und natürlich ist sie als Landstreicherin nicht auf den Mund gefallen.

Diese Gaben helfen ihr, ihrem Traum von einem schönen Leben, der in den meisten Situationen fast irrwitzig erscheint, im Blick zu behalten. Ja, sie kämpft mit aller Kraft dafür.

Mir hat die Zeit mit Tibb sehr gefallen. Ich habe sie bewundert und immer wieder über ihre Abgebrühtheit und ihren Mutterwitz geschmunzelt.

Auch wenn sie sich einer kleinen Schwindelei bedient, um ihrem Ziel näher zu kommen, so bekommt doch jeder, der sich für die mittelalterlichen Verhältnisse in England interessiert, mit diesem Roman einen realistischen Eindruck dieser Zeit.