Naive Protagonistin

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clara_mag_norman Avatar

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Der Roman ist mal etwas ganz anderes. Die Protagonistin Tibb Ingleby hat ihre Mutter verloren und nun nichts mehr auf der Welt. Sie zieht als Vagabundin umher und schlägt sich so durch. Dann trifft sie auf den jungen Ivo, der ihr Begleiter wird. Das spätmittelalterliche England schätzt Vagabunden aber gar nicht und die beiden müssen sich hüten, entdeckt zu werden.
Das Buch ist aus der etwas naiven und sehr direkten Sicht von Tibbs geschrieben. Die Wortwahl ist recht einfach und man hat alles genau vor Augen. Die Erzählerstimme spielt damit, dass neben Tibbs Naivität auch eine große Tiefe in ihren Gedanken vorhanden ist. Dennoch war es irgendwann etwas anstrengend zu folgen. Auch das Aufeinandertreffen von Tibbs und Ivo erschien mir zu perfekt. An sich ist es keine leichte Geschichte, die aber in nicht allzu schwere Worte gepackt ist. Das macht sie gut lesbar. Die Erzählperspektive und die Handlung sind besonders und abwechslungsreich, aber dennoch hat mich die Naivität der Protagonistin auf Dauer etwas gelangweilt.