Überraschend und fesselnd: das Mittelalter mal aus völlig neuer Sicht
Das Cover hatte es mir bereits auf den ersten Blick angetan: diese Diskrepanz zwischen dem Titel und dem engelhaften Wesen auf der Abbildung. Hier steckte bereits ein - im übertragenen Sinne gemeintes - "zwickerndes Auge" drin, was man erst so richtig versteht, wenn man das Buch komplett gelesen hat.
Das Buch ist mit 412 Seiten recht umfangreich und ich war mir nicht sicher, wie lange ich für das Lesen brauchen würde - vor allem, falls es sich als etwas zäh oder langweilig erweisen würde. Stattdessen wurde ich von Seite 1 regelrecht mitten ins Geschehen geworfen, welches sich so lebendig anfühlte, dass ich das Buch kaum zur Seite legen konnte. Die Protogonistin Tibb hat alles andere als einen guten Start ins Leben: als Tochter einer Landstreicherin (die sich gelegentlich als Prostituierte durchschlägt) lernt sie, dass die größte Gefahr von Männern ausgeht. Dann wird es zunächst richtig traurig, als ihre Mutter und kurz danach auch noch ihre zuvor geborene Schwester stirbt. Von diesem Zeitpunkt an, muss sie sich alleine durchs Leben schlagen.
Hier beginnt nun nicht nur eine Reise durch das Land sondern auch eine innere Entwicklungsreise der cleveren Tibb, die sich nicht so schnell unterkriegen lässt.
Das Besondere an dem Buch ist auch die Sprache, die sehr derb - aber natürlich passend für eine Landstreicherin, zunächst etwas irritiert. Auf der anderen Seite zeigt gerade diese Direktheit, die heuchlerische und abartige Seite von Kirche und patriarchaler Gesellschaft pointiert auf.
Das Buch ist m. M. auch für jüngere Menschen gut geeignet - ohne, dass man besonders geschichtlich interessiert sein muss.
Das Buch ist mit 412 Seiten recht umfangreich und ich war mir nicht sicher, wie lange ich für das Lesen brauchen würde - vor allem, falls es sich als etwas zäh oder langweilig erweisen würde. Stattdessen wurde ich von Seite 1 regelrecht mitten ins Geschehen geworfen, welches sich so lebendig anfühlte, dass ich das Buch kaum zur Seite legen konnte. Die Protogonistin Tibb hat alles andere als einen guten Start ins Leben: als Tochter einer Landstreicherin (die sich gelegentlich als Prostituierte durchschlägt) lernt sie, dass die größte Gefahr von Männern ausgeht. Dann wird es zunächst richtig traurig, als ihre Mutter und kurz danach auch noch ihre zuvor geborene Schwester stirbt. Von diesem Zeitpunkt an, muss sie sich alleine durchs Leben schlagen.
Hier beginnt nun nicht nur eine Reise durch das Land sondern auch eine innere Entwicklungsreise der cleveren Tibb, die sich nicht so schnell unterkriegen lässt.
Das Besondere an dem Buch ist auch die Sprache, die sehr derb - aber natürlich passend für eine Landstreicherin, zunächst etwas irritiert. Auf der anderen Seite zeigt gerade diese Direktheit, die heuchlerische und abartige Seite von Kirche und patriarchaler Gesellschaft pointiert auf.
Das Buch ist m. M. auch für jüngere Menschen gut geeignet - ohne, dass man besonders geschichtlich interessiert sein muss.