Unglaublich, was für eine Fülle an Leben
Ein historischer Roman? Ein Schelmenroman? Ein Sittenbild des ausgehenden 15. Jahrhunderts? Ein Liebesroman? Ich weiß es nicht, es ist eher alles zusammen. Es sind die Jahre der Regierung von Henry dem VII, Ende des 15. Jahrhunderts, als der König ein Gesetz erlässt, in dem Landstreicher für Vogelfrei erklärt werden, sie werden verboten, ohne aber die Möglichkeit zu schaffen, wie die Landstreicher diesem Leben entkommen können, sesshaft zu werden und einen Beruf zu erlernen.
Landstreicher, Vaganten, fahrendes Volk, Vagabunden, Clochards, die Bezeichnungen für die Ärmsten der Armen, sind vielfältig, allen aber gemeinsam: sie sind ausgestoßen aus der Gesellschaft, geächtet und verachtet, werden sie überall verfolgt, geschlagen, gefangen genommen, getötet. Diesen Menschen widmet Rosanna Pike ihr unglaublich spannendes und aufschlussreiches Buch.
Erzählt wird aus der Perspektive von Tibb Ingleby, die weder lesen noch schreiben kann, ein Kind aus der Gosse und auf der Straße groß geworden ist und einen entsprechend sehr beschränkten Wortschatz auf den ersten Blick hat. Sie spricht derb, aber bei genauerem Hinsehen, weiß sie sich unglaublich gut mit den wenigen Worten, die sie kennt, zu helfen, sich präzise und treffend auszudrücken. So spricht sie von Mann-Gott, oder von ihrem Ehemann-Mann (zugegeben vielleicht nicht eine so perfekte Übersetzung aus dem Englischen. Husband-Man) ein Mann der ihr Gewalt antut heißt Mr. No-Manners, Father Brian, ein eifriger und engstirniger Priester der Ketzer und “Sodomisten” verfolgt, hat “sich die Strafe von einem dunklen Ort in seinem Kopf ausgedacht”
Tibb ist es, die sich das Titelgebend Schelmenstück ausdenkt, “Eine kleine Schwindelei”, die gar nicht so klein ist, weil zum Schluss wird die Königinmutter mit hineingezogen, Tibb u nd ihre Freunde können aus England entkommen und die verbrecherischen Priester werden hart bestraft. Das Ende des Buches ist nach all den Strapazen und Qualen und Schwierigkeiten, die all diese Freunde erleiden mussten, fast zu schön und paradiesisch, um wahr zu sein, aber man gönnt es ihnen von Herzen, dass Rosanna Pike alles doch zu einem guten Abschluss geführt hat, mit den “guten TAgen,...davon gibt es immer noch mehr” (S. 412)
Der Roman findet in Form eines inneren Monologs statt oder im Zwiegespräch mit ihrer verstorbenen Ma. Tibbs blumige Sprache schafft unglaubliche Bilder, die die Lesenden gefangen nehmen und bei diesem einen Ausdruck verweilen lassen: “Das Lächeln, das sich über meine Wangen breitet, erhellt die untergehende Sonne,..." (S. 141)
Landstreicher, Vaganten, fahrendes Volk, Vagabunden, Clochards, die Bezeichnungen für die Ärmsten der Armen, sind vielfältig, allen aber gemeinsam: sie sind ausgestoßen aus der Gesellschaft, geächtet und verachtet, werden sie überall verfolgt, geschlagen, gefangen genommen, getötet. Diesen Menschen widmet Rosanna Pike ihr unglaublich spannendes und aufschlussreiches Buch.
Erzählt wird aus der Perspektive von Tibb Ingleby, die weder lesen noch schreiben kann, ein Kind aus der Gosse und auf der Straße groß geworden ist und einen entsprechend sehr beschränkten Wortschatz auf den ersten Blick hat. Sie spricht derb, aber bei genauerem Hinsehen, weiß sie sich unglaublich gut mit den wenigen Worten, die sie kennt, zu helfen, sich präzise und treffend auszudrücken. So spricht sie von Mann-Gott, oder von ihrem Ehemann-Mann (zugegeben vielleicht nicht eine so perfekte Übersetzung aus dem Englischen. Husband-Man) ein Mann der ihr Gewalt antut heißt Mr. No-Manners, Father Brian, ein eifriger und engstirniger Priester der Ketzer und “Sodomisten” verfolgt, hat “sich die Strafe von einem dunklen Ort in seinem Kopf ausgedacht”
Tibb ist es, die sich das Titelgebend Schelmenstück ausdenkt, “Eine kleine Schwindelei”, die gar nicht so klein ist, weil zum Schluss wird die Königinmutter mit hineingezogen, Tibb u nd ihre Freunde können aus England entkommen und die verbrecherischen Priester werden hart bestraft. Das Ende des Buches ist nach all den Strapazen und Qualen und Schwierigkeiten, die all diese Freunde erleiden mussten, fast zu schön und paradiesisch, um wahr zu sein, aber man gönnt es ihnen von Herzen, dass Rosanna Pike alles doch zu einem guten Abschluss geführt hat, mit den “guten TAgen,...davon gibt es immer noch mehr” (S. 412)
Der Roman findet in Form eines inneren Monologs statt oder im Zwiegespräch mit ihrer verstorbenen Ma. Tibbs blumige Sprache schafft unglaubliche Bilder, die die Lesenden gefangen nehmen und bei diesem einen Ausdruck verweilen lassen: “Das Lächeln, das sich über meine Wangen breitet, erhellt die untergehende Sonne,..." (S. 141)