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19cici95 Avatar

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Dieser Debütroman von Rosanna Pike hat es mir schon gleich auf den ersten Seiten angetan. Der Schreibstil ist so außergewöhnlich und mal so etwas völlig anderes als bei anderen Büchern, die auch aus der Ich-Perspektive geschrieben sind. Man muss Bonnie Garmus wirklich Recht geben, wenn sie auf dem Cover sagt, dass Tibb Inglebys Stimme mitreißend und brillant ist. Apropos Cover: das ist ja wohl auch wirklich einfach wunderschön. Und wenn man das Buch fertig gelesen hat, auch absolut passend.

Die erste Hälfte des Buches dreht sich noch hauptsächlich um das frühere Leben von Tibb und ihren Erfahrungen mit Müttern, Männern und Schwestern, bevor sie Ivo kennenlernt und wieder verliert. Diese Hälfte ist fast episodenartig erzählt, wir folgen keiner festen Struktur, eher einzelnen Tagen aus ca. zwei Jahren ihres Lebens. Erst danach kommt der Plot ins Rollen und die namensgebende Schwindelei wird ausgeheckt. Und ach Tibb, wie großartig intelligent und doch dumm du bist.
Dazwischen haben wir Kapitel aus einer anderen Sicht als Tibbs, die erstmal verwirren, sich aber später mit Tibbs Erzählungen zu einem Ganzen ergänzen.
Alle Charaktere sind liebenswert und mit so viel Hintergrund erdacht worden, dass ihre Beweggründe, wenn schon nicht für die anderen, dann wenigstens für sich selbst Sinn ergeben.
Zur Schwindelei an sich kann man leider gar nicht so viel sagen, ohne zu viel vorwegzunehmen. Nur so viel: es geht um Wunder, Milch und Nachttöpfe.