Bezaubernd

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ellenbelle Avatar

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Das Cover hat mich sofort berührt. Die kleine Maus, die sich in dem blauen Hausschuh einkuschelt, wirkt gleichzeitig zerbrechlich und geborgen. Diese Mischung aus Einsamkeit und Wärme spiegelt für mich schon visuell das Thema wider. Man ahnt, dass es um leise Töne, um Nähe und vielleicht um Heilung geht.
Auch die ersten Seiten fühlen sich genau so an. Der Schreibstil ist ruhig, beinahe zart, mit viel Raum für Zwischentöne. Helen wirkt zu Beginn sehr zurückgezogen, fast erstarrt in ihrem Alltag. Gerade deshalb berührt es, wie diese unerwartete Begegnung mit der Maus langsam Bewegung in ihr Leben bringt. Nichts wirkt überstürzt, alles entwickelt sich in kleinen, glaubwürdigen Schritten.
Nach diesem Einstieg erwarte ich kein dramatisches Spektakel, sondern eine stille, tiefgehende Geschichte über Verlust, zweite Chancen und die Kraft unerwarteter Freundschaft. Für mich fühlt sich das nach einem besonderen Wohlfühlroman mit Herz an, den man langsam lesen und wirken lassen möchte.