"...ein zaghaftes und leises Klopfen..."

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bovary Avatar

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Das Buchcover ist einfach nur süss. Es springt einen geradezu an, da es so anders ist, als gefühlte 90% der sonstigen Buchumschläge. Die Pantoffeln sehen wahrscheinlich auch wie die im Buch erwähnten aus (Schottenstoff).

Interessant ist auch, dass die Geschichte nicht mit einem Prolog, sondern mit einer Ouvertüre anfängt. Die Leseprobe beinhaltet auch das erste Kapitel "Freitag" (oder auch nur einen Teil davon):
Die Hauptfigur Helen Cartwright (80-jährig), welche das Gefühl hat, ihr Leben wäre sowieso vorbei, da sie ihren Mann Leonard und ihren Sohn David verloren hat, zieht nach 60 Jahren Aufenthalt in Australien in ihren Geburtsort irgendwo in England zurück. Sie hat sich dort ein Cottage gekauft.

Im ersten Kapitel befinden wir uns schon drei Jahre später. Sie trägt mitten in der Nacht, während es auch noch regnet, ein Aquarium und Kartons, welche ein Nachbar auf den Müll geworfen hat, in ihr Haus, da sie darin einen Tiefseetaucher aus Plastik gesehen hat, der genauso aussieht, wie das Spielzeug, welches sie ihrem Sohn einmal geschenkt hat. Sie lässt dann aber zuerst einmal alles stehen.
Man erfährt dann so einiges von Helens Leben in Rückblicken. Der Freitag vergeht und in der Nacht wird sie von einem Geräusch geweckt, einem zaghaften und leisen Klopfen...

Das eigentliche Treffen mit der Maus scheint also kurz bevorzustehen und mich würde der weitere Verlauf der Geschichte sehr interessieren.
Der Schreibstil ist gut lesbar, unaufgeregt und "sachte". Die Geschichte "plätschert" dahin, aber ich mag diese Art von Stil.