Eine Geschichte über zweite Wege
Diese Leseprobe hat mich durch ihre ruhige Erzählweise sofort eingenommen. Der Autor schildert Helens Leben ohne Hast, aber mit feinem Gespür für die kleinen Bewegungen im Inneren. Gerade der nächtliche Gang zum Müll und der Fund des Tauchers schaffen eine stille, aber spürbare Spannung. Helen erscheint als eine würdevolle, von Erinnerungen geprägte Frau, deren Einsamkeit sehr ernst genommen wird. Das Cover empfinde ich als passend und zurückhaltend, es spiegelt die Zartheit der Geschichte wider. Ich erwarte eine kluge und herzliche Erzählung über Nähe und Neubeginn und würde dieses Buch sehr gern weiterlesen, weil es zeigt, dass selbst im hohen Alter noch etwas Unerwartetes geschehen kann.