Melancholisch und unterhaltsam

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Helen kommt nach sechzig Jahren zurück in ihren Geburtsort. Der hat sich gehörig verändert und bis auf ein paar Erinnerungen scheint Helen kaum noch etwas mit ihm zu verbinden. Sie ist einsam. So wie vermutlich viele Menschen auf der letzten Etappe ihres Lebens. Mühsam versucht sie ihre Tage zu füllen. Soziale Kontakte gehören weniger dazu.

Simon van Booy schreibt leicht und unterhaltsam. Selbst die belanglosen Dinge wie das Kochen einer Tasse Tee sind sofort sichtbar. Die beständige Melancholie von Helens Alltag ist fühlbar. Dem Autor gelingt es, die Traurigkeit zu zeigen ohne seine Leserschaft zu erdrücken. Ein wunderbarer Schreibstil.

Die Maus kommt erst am Ende der Leseprobe vor, sodass dieser kuriose Teil des Buches vorerst spannend zu erwarten bleibt.

Die Covergestaltung ist ansprechend und vor allem Grund dafür, dass ich den Teaser lesen wollte. Mission erfüllt, würde ich sagen.