Die alte Frau und die Maus
„...aber durch die Risse im Zement bahnte sich manchmal die ein oder andere vertraute Blume
ihren Weg – als lebten knapp unter der Oberfläche der Welt von heute immer noch alle früheren Welten aus der Erinnerung fort.“
Solche Sätze machen dieses Buch zu einem literarischen Hochgenuss und einer Reise zu uns selbst, wenn wir es zulassen.
Helen Cartwright ist 83 und hat mit ihrem Dasein so gut wie abgeschlossen. Sie ist nach 60 Jahren des Lebens in Sydney, wieder in ihren kleinen Geburtsort in der Nähe Oxfords zurückgezogen.
Sie lebt ihr Leben in kleinen Ritualen in einem kleinen Haus mit senfgelber Haustür. Sie geht spazieren, ist immer allein und sie wartet darauf, zu ihren beiden Lieben zu gehen, die lange vor ihr gehen mussten.
Aber dann passiert eines Morgens, es ist noch dunkel, etwas auf dem Nachbargrundstück, das ihr
Leben verändern wird. Dort stellt ein Mann ein altes Aquarium an den Straßenrand, vollgepackt mit Dingen, die sie vom Schlafzimmerfenster aus nicht sehen kann. Sie holt es am Morgen herein zu sich, erkennt ein altes Spielzeug und vernimmt nach einiger Zeit, dass Geräusche in ihrem Haus sind, die sie nicht zuordnen kann......
„Helen merkt, wie ihre Hand zittert. Nicht, weil sie eine lebendige Maus darin hält, sondern weil
es das erste Mal seit über zwanzig Jahren ist, dass sie von einem anderen Lebewesen berührt wird.“
Simon van Booy hat mit sehr intensiver Feinfühligkeit das karge Leben einer einsamen Frau beschrieben, die mit uns ihre Gedanken und kleinen Gewohnheiten teilt.
So können wir hautnah miterleben, was die Entdeckung des neuen Bewohners mit der alten Frau macht und nicht nur mit ihr.
Das Buch ist poetisch und aufwühlend und wie ich finde, sogar spannend an einigen Stellen und es passieren Dinge, mit denen ich als Leserin überhaupt nicht gerechnet habe.
Wenn man sich vertrauensvoll auf diese herrliche Lektüre einlässt und vielleicht sogar einen Tee dabei genießt und sich entspannt zurücklehnt, dann geschieht ein Wunder.
Merlin war ja auch ein großer Zauberer und Simon Van Booy kann das mit seiner ihm eigenen wunderbaren Sprache. Danke dafür !!
ihren Weg – als lebten knapp unter der Oberfläche der Welt von heute immer noch alle früheren Welten aus der Erinnerung fort.“
Solche Sätze machen dieses Buch zu einem literarischen Hochgenuss und einer Reise zu uns selbst, wenn wir es zulassen.
Helen Cartwright ist 83 und hat mit ihrem Dasein so gut wie abgeschlossen. Sie ist nach 60 Jahren des Lebens in Sydney, wieder in ihren kleinen Geburtsort in der Nähe Oxfords zurückgezogen.
Sie lebt ihr Leben in kleinen Ritualen in einem kleinen Haus mit senfgelber Haustür. Sie geht spazieren, ist immer allein und sie wartet darauf, zu ihren beiden Lieben zu gehen, die lange vor ihr gehen mussten.
Aber dann passiert eines Morgens, es ist noch dunkel, etwas auf dem Nachbargrundstück, das ihr
Leben verändern wird. Dort stellt ein Mann ein altes Aquarium an den Straßenrand, vollgepackt mit Dingen, die sie vom Schlafzimmerfenster aus nicht sehen kann. Sie holt es am Morgen herein zu sich, erkennt ein altes Spielzeug und vernimmt nach einiger Zeit, dass Geräusche in ihrem Haus sind, die sie nicht zuordnen kann......
„Helen merkt, wie ihre Hand zittert. Nicht, weil sie eine lebendige Maus darin hält, sondern weil
es das erste Mal seit über zwanzig Jahren ist, dass sie von einem anderen Lebewesen berührt wird.“
Simon van Booy hat mit sehr intensiver Feinfühligkeit das karge Leben einer einsamen Frau beschrieben, die mit uns ihre Gedanken und kleinen Gewohnheiten teilt.
So können wir hautnah miterleben, was die Entdeckung des neuen Bewohners mit der alten Frau macht und nicht nur mit ihr.
Das Buch ist poetisch und aufwühlend und wie ich finde, sogar spannend an einigen Stellen und es passieren Dinge, mit denen ich als Leserin überhaupt nicht gerechnet habe.
Wenn man sich vertrauensvoll auf diese herrliche Lektüre einlässt und vielleicht sogar einen Tee dabei genießt und sich entspannt zurücklehnt, dann geschieht ein Wunder.
Merlin war ja auch ein großer Zauberer und Simon Van Booy kann das mit seiner ihm eigenen wunderbaren Sprache. Danke dafür !!