Helen Cartwright wartet auf den Tod
Helen Cartwright wartet auf den Tod.
Sie wartet auf den tatsächlichen physischen Tod, denn sozial ist sie schon gestorben: „Unter sozialem Sterben wird der Rückgang der Interaktion einer Person mit seiner sozialen Umwelt bezeichnet, der im sozialen Tod endet.“
Helen ist 83 Jahre alt, nachdem sie aus ihrer Wahlheimat Australien in ihre britische Geburtsstadt zurückgekehrt ist, folgt ihr Leben den immer gleichen Routinen.
Seit sie zwei große Verluste erlitten hat, lebt sie ein Leben in der Warteschleife.
Wie so oft beginnen Veränderungen im Kleinen und schleichen sich unaufgefordert in unser Umfeld. Lebensverändernde Impulse können wir zumeist erst in der Rückschau als solche erkennen: Ein kleiner Mäuserich, später wird er auf den Namen Merlin getauft, tritt in Helens Lebens und löst zunächst nicht unbedingt positive Emotionen aus. Teilweise humoresk anmutend ergibt ein Umstand den nächsten und Helen beginnt Eigenschaften wie Fürsorglichkeit, Tatkraft und Esprit nach und nach wieder in sich zu finden und knüpft feine Bänder von sozialen Kontakten.
Neben der Coverillustration hat mich besonders beeindruckt, wie wir entlang der Handlung immer mehr von Helens Lebensweg erfahren und wie Archäologen so ganz behutsam Element für Element freilegen. Wenn auch manchmal im Grenzbereich angesiedelt so rutscht der Ton doch nie ins Kitschige ab.
Das Buch fühlte sich für mich nach einer warmen Sofadecke oder Hühnersuppe für die Seele an. Es geht um Resilienz und den Weg zurück zu sich selbst und zurück ins Leben, selbst wenn man bereits den festen Entschluss gefasst haben mag, hauptamtlich auf den Tod zu warten.
Sie wartet auf den tatsächlichen physischen Tod, denn sozial ist sie schon gestorben: „Unter sozialem Sterben wird der Rückgang der Interaktion einer Person mit seiner sozialen Umwelt bezeichnet, der im sozialen Tod endet.“
Helen ist 83 Jahre alt, nachdem sie aus ihrer Wahlheimat Australien in ihre britische Geburtsstadt zurückgekehrt ist, folgt ihr Leben den immer gleichen Routinen.
Seit sie zwei große Verluste erlitten hat, lebt sie ein Leben in der Warteschleife.
Wie so oft beginnen Veränderungen im Kleinen und schleichen sich unaufgefordert in unser Umfeld. Lebensverändernde Impulse können wir zumeist erst in der Rückschau als solche erkennen: Ein kleiner Mäuserich, später wird er auf den Namen Merlin getauft, tritt in Helens Lebens und löst zunächst nicht unbedingt positive Emotionen aus. Teilweise humoresk anmutend ergibt ein Umstand den nächsten und Helen beginnt Eigenschaften wie Fürsorglichkeit, Tatkraft und Esprit nach und nach wieder in sich zu finden und knüpft feine Bänder von sozialen Kontakten.
Neben der Coverillustration hat mich besonders beeindruckt, wie wir entlang der Handlung immer mehr von Helens Lebensweg erfahren und wie Archäologen so ganz behutsam Element für Element freilegen. Wenn auch manchmal im Grenzbereich angesiedelt so rutscht der Ton doch nie ins Kitschige ab.
Das Buch fühlte sich für mich nach einer warmen Sofadecke oder Hühnersuppe für die Seele an. Es geht um Resilienz und den Weg zurück zu sich selbst und zurück ins Leben, selbst wenn man bereits den festen Entschluss gefasst haben mag, hauptamtlich auf den Tod zu warten.