Klein, warmherzig und nachdenklich

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fiyero Avatar

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Mit Eine Maus namens Merlin erzählt eine leise, warmherzige Geschichte über zweite Chancen und unerwartete Begegnungen. Obwohl Tiergeschichten normalerweise nicht unbedingt mein bevorzugtes Genre sind, hat mich dieses Buch positiv überrascht. Die Beziehung zwischen der alten Helen und der kleinen Maus ist unglaublich süß erzählt, ohne kitschig zu wirken.
Besonders gelungen ist, wie der Roman ein Thema aufgreift, das in unserer Gesellschaft oft übersehen wird: Einsamkeit im Alter. Gerade diese ruhigen Entwicklungen regen zum Nachdenken an. Helens Alltag wirkt zunächst still und beinahe erstarrt, doch durch die kleinen Veränderungen, die die Maus in ihr Leben bringt, beginnt sich langsam wieder etwas zu bewegen.
Auch sprachlich überzeugt das Buch. Der Stil ist feinfühlig, leicht zu lesen und gleichzeitig sehr atmosphärisch. Ein charmantes Buch, das einen nachdenklich und gleichzeitig mit einem warmen Gefühl zurücklässt.