Kleine Pfoten und große Hoffnung

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karin_50 Avatar

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Diese Geschichte entfaltet ihre Wirkung nicht durch große Ereignisse, sondern durch viele kleine Momente. Das Cover wirkt charmant und weckt sofort Neugier auf die ungewöhnliche Freundschaft, die im Mittelpunkt des Romans steht.
Helen Cartwright führt nach ihrer Rückkehr in die alte Heimat ein sehr zurückgezogenes Leben. Jeder Tag gleicht dem vorherigen und die Einsamkeit scheint längst zu ihrem festen Begleiter geworden zu sein. Erst als eine kleine Maus unerwartet in ihr Zuhause gelangt, gerät diese Ordnung ins Wanken.
Was zunächst wie eine lästige Störung wirkt, entwickelt sich nach und nach zu etwas Bedeutungsvollem. Durch die Begegnung mit dem kleinen Tier verlässt Helen immer häufiger ihr gewohntes Muster und tritt wieder mit ihrer Umgebung in Kontakt. Dabei entstehen auch neue Begegnungen mit Menschen, die ihr Leben auf leise Weise bereichern.
Der Schreibstil ist ruhig, einfühlsam und voller feiner Beobachtungen. Simon Van Booy gelingt es, aus einer einfachen Idee eine berührende Geschichte über Einsamkeit und Hoffnung zu formen.
Ein ruhiger und sehr menschlicher Roman, der zeigt, dass Veränderung in jedem Lebensalter möglich ist. Besonders gefallen hat mir die sanfte Erzählweise, die diese ungewöhnliche Freundschaft so glaubwürdig und berührend wirken lässt.