Kleine Wunder - großes Glück

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern
teer25 Avatar

Von

Was für eine bezaubernde und berührende Geschichte! Simon von Booy hat mit „Eine Maus namens Merlin“ ein Werk geschaffen, das zu Herzen geht.

Das Buch erzählt von einer wunderbaren Freundschaft zwischen einer einsamen 83-jährigen Dame und einer kleinen Maus und davon, wie das Tier das Leben der Witwe positiv verändert. Wie gern würde ich Helen Cartwright und ihren süßen Mäuserich persönlich kennenlernen. Aber auch die anderen Protagonisten - ganz gleich, ob Cecil vom Eisenwarenladen, Dr. Jamal oder die Bibliothekarin haben wundervolle Charaktere, die man einfach mögen muss.

Bildlich sehe ich das kleine Häuschen mit der senfgelben Tür, den Pantoffel, aus dem Merlins Nase heraus spitzt, das Aquarium und die selbstgebaute Sauerstoffkammer vor mir. Der Leser fühlt sich dank der lebendigen Erzählweise des Autors von der ersten Seite an gleich mittendrin in der Story und mittendrin unter Mäuseexperten.

Besonders hat mir gefallen, dass man einen tiefen Einblick in Helens Leben erhält - nicht nur in ihr aktuelles, sondern auch in die Vergangenheit, als ihr Mann Len und ihr Sohn noch lebten. Das Buch hat auch eine wunderschöne Botschaft: Es ist nie zu spät, neue Chancen zu ergreifen. Mich hat diese außergewöhnliche Story um Einsamkeit, Zusammenhalt und neuen Lebensmut begeistert.

Allein schon das Cover hat meine volle Punktzahl verdient - eine schlafende Maus in einem Pantoffel. Sooo goldig! Solch ein Haustier hätte ich auch gern.

Vielen Dank an Simon van Booy für dieses wunderschöne Buch. Ein Roman voller Gefühle, zum Weinen und zum Lachen. Muss man einfach Lesen!