Langsame Erzählung über eine einsame alte Frau und ihre Schritte zurück ins Leben

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buckelfips Avatar

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Helen ist 83, kehrt nach Jahrzehnten der Abwesenheit in ihre Heimatstadt zurück. Es passiert täglich das Gleiche, Tee kochen, ein Bad nehmen, vorher in den Garten stellen, damit ihr kalt wird. Nachts, wenn alle anderen Menschen schlafen geht sie raus. Und so nimmt sie aus Versehen eine Maus mit in ihr Haus. Das ist die Handlung der ersten 50 Seiten.
Man muss schon Geduld haben, mit einer alten Frau und ihren Gewohnheiten.
Es ist nicht so, dass ich mich gelangweilt hätte, aber es passiert Nichts, außer Alltagsroutine. Langsam öffnet sich Helen, sie geht in den Eisenwarenladen, an diesem Platz war früher ein Obststand und hier gab es Eis, um die Maus loszuwerden.
Ich habe trotzdem die Entwicklung von Helen gern verfolgt, wie sie der Maus einen Namen gibt, in der Zoohandlung Futter kauft und langsam, ganz langsam Kontakt zu ihren Nachbarn aufbaut.

Fazit: ein leises, sehr ruhiges Buch, welches ans Herz geht.