Null Sterne und meine absolute Verachtung für ein KI-Cover, dreieinhalb für die nette Geschichte

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leseekki Avatar

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EINE MAUS NAMENS MERLIN von Simon van Booy erzählt an und für sich eine berührende und liebenswerte Geschichte, die einem das Herz aufgehen lassen kann. Aber leider zieht sich der Roman über weite Strecken mäandernd dahin und viele Momente wirken einfach überdehnt. Das strapaziert die Geduld, lässt keine wirkliche Spannung aufkommen und trübt damit eindeutig die Lust auf die Geschichte und aufs Lesen an sich.
Ich hätte mir zumindest zwischendurch mal etwas Tempo, Dynamik und ein paar überraschende Wendungen gewünscht. So bleibt mir der Roman als nett, aber irgendwie anstrengend und zäh im Gedächtnis zurück.
Doch das ist sogar der gute Teil meines Gesamteindruckes zu dem vorliegenden Buch, denn ein Blick ins Impressum offenbart, dass das Cover KI ist. Midjourney. Ich könnte kotzen. Es ist absolut unerträglich, dass Verlage hier den Missbrauch und Diebstahl unserer Kunst & Kultur unterstützen und die Verbrechen an kreativen Menschen und deren Werken legitimieren. Gerade der traditionsreiche Klett-Cotta-Verlag sollte sich in Grund und Boden schämen! Dafür gibt es meine absolute Verachtung und statt dreieinhalb gut gemeinten Sternen für die Gesamtwertung nur brüskierte und enttäuschte zwei Sterne.