Unerwarteter Gast
In seinem Roman „Eine Maus namens Merlin“ erzählt Simon Van Booy die leise, berührende Geschichte einer alten Frau, deren Leben durch eine unerwartete Begegnung eine neue Richtung erhält. Helen Cartwright ist 83 Jahre alt, Witwe und nach mehr als sechzig Jahren in Australien in ihren englischen Heimatort bei Oxford zurückgekehrt. Doch Heimkehr bedeutet für sie keinen Neuanfang. Ihr Mann und ihr Sohn sind tot, Erinnerungen schmerzen, und Helen hat mit der Welt weitgehend abgeschlossen. Ihr Alltag ist geprägt von Einsamkeit, Routinen und dem Wunsch, niemandem mehr nahekommen zu müssen.
Aus einer Mischung aus Neugier und Langeweile holt sie eines Tages ein ausrangiertes Aquarium vom Sperrmüll ihres Nachbarn ins Haus. Zwischen alten Kartons entdeckt sie eine kleine Maus. Helens erster Impuls ist klar: Die Maus muss verschwinden. Doch das Vorhaben gestaltet sich schwieriger als gedacht. Stattdessen beginnt sie, sich – zunächst widerwillig – mit dem Tier auseinanderzusetzen. Sie leiht sich ein Buch über Mäuse aus, kauft Fallen im Tierladen und ertappt sich schließlich dabei, der Maus Haferflocken und Früchte hinzulegen.
Aus Ablehnung wird Gewohnheit, aus Gewohnheit Zuneigung. Helen tauft den Mäuserich „Merlin“, weil er wie durch Zauberhand in ihr Leben getreten ist. Mit ihm führt sie Gespräche, teilt Erinnerungen und entdeckt etwas längst Verlorenes wieder: Fürsorge. Indem sie sich um Merlin kümmert, öffnet sie sich auch vorsichtig wieder der Welt. Kleine Begegnungen entwickeln Wärme, neue Kontakte entstehen – und plötzlich gibt es wieder einen Grund, morgens aufzustehen.
Van Booy erzählt diese Geschichte mit feinem Humor, großer Menschlichkeit und ohne jede Sentimentalität. Seine Sprache ist schlicht und zugleich poetisch, die Atmosphäre ruhig, aber eindringlich. „Eine Maus namens Merlin“ ist ein tröstlicher Roman über Verlust, zweite Chancen und die Kraft kleinster Wunder. Ein warmherziges Wohlfühlbuch, das zeigt: Es ist im Leben nie zu spät für einen Neuanfang.
Aus einer Mischung aus Neugier und Langeweile holt sie eines Tages ein ausrangiertes Aquarium vom Sperrmüll ihres Nachbarn ins Haus. Zwischen alten Kartons entdeckt sie eine kleine Maus. Helens erster Impuls ist klar: Die Maus muss verschwinden. Doch das Vorhaben gestaltet sich schwieriger als gedacht. Stattdessen beginnt sie, sich – zunächst widerwillig – mit dem Tier auseinanderzusetzen. Sie leiht sich ein Buch über Mäuse aus, kauft Fallen im Tierladen und ertappt sich schließlich dabei, der Maus Haferflocken und Früchte hinzulegen.
Aus Ablehnung wird Gewohnheit, aus Gewohnheit Zuneigung. Helen tauft den Mäuserich „Merlin“, weil er wie durch Zauberhand in ihr Leben getreten ist. Mit ihm führt sie Gespräche, teilt Erinnerungen und entdeckt etwas längst Verlorenes wieder: Fürsorge. Indem sie sich um Merlin kümmert, öffnet sie sich auch vorsichtig wieder der Welt. Kleine Begegnungen entwickeln Wärme, neue Kontakte entstehen – und plötzlich gibt es wieder einen Grund, morgens aufzustehen.
Van Booy erzählt diese Geschichte mit feinem Humor, großer Menschlichkeit und ohne jede Sentimentalität. Seine Sprache ist schlicht und zugleich poetisch, die Atmosphäre ruhig, aber eindringlich. „Eine Maus namens Merlin“ ist ein tröstlicher Roman über Verlust, zweite Chancen und die Kraft kleinster Wunder. Ein warmherziges Wohlfühlbuch, das zeigt: Es ist im Leben nie zu spät für einen Neuanfang.