Warmherzige Wohlfühllektüre

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"Eine Maus namens Merlin" von Simon Van Booy ist ein einfühlsamer Roman mit leisen Zwischentönen. Er erzählt von Einsamkeit und wie es ist, wenn diese nach und nach aufgebrochen wird. Es ist eine ruhige Geschichte, die sich ganz allmählich entfaltet. Es gibt keinen großen Spannungsaufbau und doch zieht es einen in diese kleine Welt der 83-jährigen Helen Cartwright.

Helen zieht nach dem Tod ihres Mannes und ihres Sohnes nach über sechszig Jahren von Australien zurück in ihre Heimat nach England. Sie ist fremd und kennt niemanden mehr. Sie lebt so vor sich hin mit ihren immer gleichen Tagen und Routinen. Der Tod schreckt sie nicht mehr - es ist eher ein Warten auf den Tod. Doch es kommt, wie es kommen muss - Helen bekommt einen "Mitbewohner". Die Maus macht es sich in ihrem Haus gemütlich und Helen lässt nichts unversucht, um sie wieder loszuwerden und so führen ihre Wege zu diversen Bewohner des Ortes. Helen blüht nach und nach auf und ist sich irgendwann gar nicht mehr sicher, ob sie diese kleine Maus wirklich wieder loswerden will.

Eine warmherzige Geschichte darüber, wie manchmal die ganz kleinen Dinge unser Leben verändern können.

Das Cover ist herzallerliebst und auch die Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Den Schreibstil empfand ich als angenehm, wenn auch teils etwas sehr detailreich. Das Buch ist eine gute Lektüre, wenn man etwas zum Entspannen sucht.