Wie eine Maus ein Leben verändern kann
Helen Cartwright hat nach über 60 Jahren ihre Wahlheimat Australien verlassen und ist wieder zurück in ihren Geburtsort in die Nähe von Oxford gezogen. Mit 83 Jahren hat sie mit dem Leben abgeschlossen. Nachdem sie schon früh ihren Mann und ihren Sohn beerdigen musste, hat sie jeglichen Lebensmut verloren und wartet nur noch auf ihr baldiges Ende. Ihr Kontakt zur Außenwelt beschränkt sich auf den wöchentlichen Einkauf. Mehr aus Langeweile holt sie sich eines Tages ein vom Nachbar in den Müll entsorgtes Aquarium ins Haus. Nicht ahnend, dass sie sich damit gleich ein Haustier in Gestalt einer Maus zulegt. Nach und nach entwickelt sich aus der anfänglichen Skepsis und dem unbedingten Willen, das Tier wieder loszuwerden, dann doch eine intensive Beziehung, die letzten Endes dazu führt, dass sie wieder mit anderen kommuniziert und sich wieder dem Leben öffnet. Als dann der Mäuserich erkrankt, nimmt die Geschichte nochmal ganz neue Dimensionen an. Es ist ein warmherziges Buch indem immer mal wieder auch eine gehörige Portion Humor aufblitzt. Wenn sich z.B. Colin, der Besitzer des Eisenwarenladens nach dem Befinden seiner Lordschaft (der Maus, die mittlerweile von Helen den Namen Merlin bekommen hat) erkundigt. Das Buch, des mir bis dato unbekannten Autors Simon Van Booy hat mir einige schöne Lesestunden beschert und ich kann es gerne weiterempfehlen.