Eine liebenswerte und urkomische Freundschaftsgeschichte über Generationen hinweg
Dieses Buch ist entzückend und absolut liebenswert geschrieben. Erzählt wird sie aus der Perspektive des achtjährigen Edgars, der seine Sommerferien größtenteils allein zu Hause verbringt, da seine Eltern (beide Architekten) ein wichtiges und großes Projekt angenommen haben. Edgar ist ein außergwöhnliches Grundschulkind, denn er liebt Ordnung, gesunde Ernährung und trägt täglich eine Krawatte. Für jeden Wochentag hat er eine bestimmte Farbe, nach der er seine Kleidung auswählt (Montag ist beispielsweise BLAU-Tag). Doch eines Tages zieht Frau Koschitz in den dritten Stock des Mietshauses ein und Edgars wohlgeordnetes Universum gerät ins Wanken. Die neue Nachbarin ist das genaue Gegenteil von ihm: Sie ist auffällig, bunt, unerschrocken und hat eine Vorliebe für Süßigkeiten. So gibt es bei ihr zum Mittagessen einen leckeren Salat aus Gummibärchen mit Sprühsahne-Dressing. Sie hängt ihre Bilder verkehrt herum an die Wand (damit sie einen Grund hat, regelmäßig einen Kopfstand zu machen), im Spülbecken befindet sich das Blumenbeet (was beim Gießen äußerst praktisch ist) und die Wäsche hängt am Deckenventilator zum Trocknen. Zwischen beiden entsteht eine innige und urkomische Freundschaft über die Generationen und Etagen hinweg.
Jedes Kapitel hat genau die richtige Länge für das abendliche Vorlesen vor dem Einschlafen. Die durchgängig farbigen Illustrationen begleiten den Text und erwecken ihn zum Leben. Und doch ist es vor allem die Sprache des Autors selbst, die Bilder im Kopf entstehen lässt. Seine Beschreibungen sind so stimmungsvoll und detailreich, dass sich beim Vorlesen im Kopf eine detailreiche Fantasiewelt entfaltet. Ich finde, dies ist ein perfektes Buch für alle, die sich insgeheim eine Oma wünschen, mit der man herrlich viel Unsinn anstellen kann.
Jedes Kapitel hat genau die richtige Länge für das abendliche Vorlesen vor dem Einschlafen. Die durchgängig farbigen Illustrationen begleiten den Text und erwecken ihn zum Leben. Und doch ist es vor allem die Sprache des Autors selbst, die Bilder im Kopf entstehen lässt. Seine Beschreibungen sind so stimmungsvoll und detailreich, dass sich beim Vorlesen im Kopf eine detailreiche Fantasiewelt entfaltet. Ich finde, dies ist ein perfektes Buch für alle, die sich insgeheim eine Oma wünschen, mit der man herrlich viel Unsinn anstellen kann.