Düstere Geheimnisse und ein schweres Erbe

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davina Avatar

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Der Beginn des Buches „Eine zu viel“ von Samantha Hayes hat mir ausgezeichnet gefallen, da er sofort eine beklemmende und geheimnisvolle Atmosphäre aufbaut. Schon der Prolog, der an einem nebligen See spielt, zieht die Lesenden in einen Strudel aus Tragik und dunklen Vorahnungen. Der anschließende Wechsel zur Protagonistin, die mit dem schmerzhaften Verlust ihres Vaters kämpft und versucht, ihr Leben wieder in geordnete Bahnen zu lenken, verleiht der Geschichte sofort eine tiefe emotionale Erdung und macht die Figuren greifbar.
Die Sprache ist flüssig, bildhaft und psychologisch geschickt gewählt. Die Autorin versteht es, die Trauer und die innere Zerrissenheit der Charaktere so eindringlich zu beschreiben, dass man als Leser die emotionale Last förmlich mitfühlt. Gleichzeitig baut Hayes durch präzise Beobachtungen und unheilvolle Andeutungen eine unterschwellige, konstante Spannung auf. Das Wechselspiel aus melancholischen Momenten und aufkommender Bedrohung liest sich sehr dynamisch.
Nach Abschluss der Leseprobe ist mein Interesse an der Geschichte definitiv geweckt. Das im Raum stehende Erbe und die Andeutung, dass es in der Familie Geheimnisse gibt, die besser unentdeckt geblieben wären, lassen viele Fragen offen. Die emotionale Verbundenheit zu den Charakteren, gepaart mit dem Wissen, dass ein Netz aus Lügen über ihnen liegt, sorgt für eine enorme Neugier. Ich möchte unbedingt erfahren, welches dunkle Geheimnis das Familienglück bedroht und wer letztendlich die „eine zu viel“ ist, die das Schicksal der Beteiligten besiegelt.