Familien Thrill

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern
alexendless Avatar

Von

Samantha Hayes gelingt mit „Eine zu viel“ ein spannender und atmosphärisch dichter Thriller, der die Abgründe einer scheinbar intakten Familie auslotet. Die Handlung beginnt mit einem dramatischen Prolog, der sofort Neugier und Beklemmung erzeugt: Ein Familienurlaub am See endet tödlich, und schnell wird klar, dass nicht nur ein Unfall, sondern ein Verbrechen im Raum steht. Die wechselnden Perspektiven – insbesondere von Kate, Darby, Connie und Bea – erlauben einen tiefen Einblick in die Gefühlswelt der Figuren und machen die familiären Konflikte greifbar. Hayes versteht es, die Dynamik zwischen den Geschwistern, die Trauer um den verstorbenen Vater und die unterschwelligen Geheimnisse mit feinem Gespür zu schildern. Die Dialoge sind lebensnah, die Beschreibungen der schottischen Landschaft stimmungsvoll und die Spannung wird kontinuierlich aufgebaut. Besonders gelungen ist die Darstellung der unterschiedlichen Lebensentwürfe und Unsicherheiten der Schwestern, die sich im Laufe des Romans vermutlich weiter zuspitzen werden. Die Leseprobe macht Lust auf mehr und verspricht einen fesselnden Thriller mit psychologischem Tiefgang.