Das Geheimnis des Testaments

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papilionna Avatar

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Samantha Hayes ist meine neue Freida McFadden - denn während ich von den Büchern letzterer aktuell nur noch genervt bin, freue ich mich, dass diese Autorin jetzt auf Deutsch übersetzt wird! Lustigerweise sehen die deutschsprachigen Ausgaben der beiden sich in der Gestaltung recht ähnlich, aber haben eben einen großen Wiedererkennungswert.

Nach dem Tod des Patriarchen der Hunter-Familie kommen seine Witwe, die drei Töchter und deren Familien auf dem schottischen Familiensitz zusammen, um seinen Tod zu verarbeiten und sein Testament zu eröffnen. Doch schon bei der Ankunft stehen Spannungen im Raum: nicht jeder kann mit jedem und einige Familienmitglieder scheinen seit Jahren einen Groll gegeneinander zu hegen. Die Frau des Verstorbenen wartet zudem auf den richtigen Zeitpunkt, um die Bombe platzen zu lassen, die das Testament ihres Mannes innehält.

Die Handlung des Buchs hat mir richtig gut gefallen, Familiengeheimnisse und -verstrickungen sind genau mein Ding. Die Autorin schafft es, die verschiedenen Charaktere so gut zu beschreiben, dass man sie gut unterscheiden kann und ein richtiges Gefühl für ihre Persönlichkeiten bekommt.

Mein einziges kleines Problem ist das Tempo der Geschichte: man weiß direkt anfangs, dass irgendwann ein Knall kommen wird und fiebert darauf hin, doch bis dahin dauert es. Bis dahin fühlen sich alle weiteren Enthüllungen nebensächlich an und haben nicht die Schlagkraft, die sie normalerweise hätten. Leider kann man sich einen der Plottwists auch recht schnell denken, sodass dieser dann wenig überraschend ist.

Davon abgesehen ist dies aber ein toller, kurzweiliger Thriller, den man super im Urlaub lesen kann.