Düster und Spannend

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kathrixx Avatar

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Schon das Cover von Eine zu viel vermittelt eine düstere und geheimnisvolle Stimmung. Die eher schlichte Gestaltung mit den dunklen Farbtönen passt sehr gut zum Genre des Psychothrillers und weckt sofort Neugier. Auch die Aufmachung wirkt hochwertig und macht Lust darauf, das Buch aufzuschlagen. Die Geschichte dreht sich um Familiengeheimnisse, Misstrauen und die Frage, wem man wirklich vertrauen kann. Ohne zu viel zu verraten: Samantha Hayes schafft es von Beginn an, eine angespannte Atmosphäre aufzubauen. Die Handlung entwickelt sich kontinuierlich weiter und hält einige überraschende Wendungen bereit. Besonders gelungen finde ich, dass die Autorin verschiedene Perspektiven nutzt, wodurch man als Leser immer wieder neue Informationen erhält und gleichzeitig im Ungewissen bleibt.

Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen. Die Kapitel sind angenehm kurz, was dazu führt, dass man immer noch „ein Kapitel mehr“ lesen möchte. Hayes versteht es, Spannung aufzubauen, ohne sich in unnötigen Details zu verlieren. Gleichzeitig gelingt es ihr, die psychologischen Aspekte der Geschichte glaubwürdig darzustellen.

Die Figuren haben mir insgesamt gut gefallen. Sie wirken nicht perfekt, sondern besitzen Stärken und Schwächen, die sie authentisch erscheinen lassen. Gerade die zwischenmenschlichen Beziehungen und Konflikte werden nachvollziehbar beschrieben. Dadurch konnte ich mich gut in die Charaktere hineinversetzen, auch wenn ich nicht jede ihrer Entscheidungen nachvollziehen konnte.

Interessant ist das Buch für mich vor allem wegen der psychologischen Spannung. Statt auf spektakuläre Action setzt Samantha Hayes auf Unsicherheit, Misstrauen und überraschende Enthüllungen. Das sorgt dafür, dass man ständig eigene Vermutungen aufstellt und miträtselt. Wer bereits andere Thriller der Autorin kennt, wird auch hier ihren typischen Stil wiederfinden: spannende Familiengeschichten kombiniert mit psychologischer Tiefe.