Geheimnisse

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bookworld91 Avatar

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Ein Testament. Jede Menge Geheimnisse. Und ein Treffen in einer schottischen Lodge. Auf dieser Grundlage beruht „Eine zu viel“.

Das Cover ist in gelb und grau gehalten. Eine Frau im leuchtend gelben Mantel geht einen dunklen Weg zu einem Haus mit erleuchteten Fenster. Wer ist diese Frau? Und was ist ihr Anliegen? Diese Frage beschäftigen mich direkt zu Beginn des Thrillers und steigern meine Neugierde.

Connies Mann Ray ist gestorben. Sie lädt die drei Töchter nebst Familien nach Schottland ein, um gemeinsam zu trauern. Dabei offenbart das gefundene Testament das ein oder andere Geheimnis…

Ich finde das Werk gelungen. Schon am Anfang merke ich, dass es in der Familie unausgesprochene Geheimnisse gibt, was mich neugierig macht. So frage ich mich, ob der Zusammenhalt wirklich so eng ist wie von der Mutter gewünscht. Auf den ersten Blick ist alles in Ordnung, doch unter der Fassade brodelt es, zum Beispiel weil der Stiefsohn der Tochter nicht akzeptiert wird. Durch solche Kleinigkeiten wird die Spannung hochgehalten.

Die angewandte Sprache erhöht die Spannung zusätzlich. Düstere Landschaftsbeschreibungen, mysteriöse Charakterisierungen und unklare Beziehungskonstelationen werden anschaulich dargestellt. Dabei ist auch der düstere und mysteriöse Ton der Autorin hilfreich. Demzufolge liegt die Spannung förmlich in der Luft.

Auch wenn der Roman spannend geschrieben und voller Geheimnisse ist, so suche ich manche Thriller Charakteristika zu Beginn vergeblich. Wo ist zum Beispiel die konstante Bedrohung? Was versetzt die Familie in Angst und Schrecken? All das erfahre ich erst kurz vor Schluss, obwohl die Bedrohung bereits früher da war. Es scheint, als wäre dieses Buch mehr ein geheimnisvolles Familiendrama mit Thrillerelementen als Thriller mit Dramaelementen. Kleine Details wie geheimnisvolle Briefe oder ein Attentat direkt zu Beginn hätte hier mehr Richtung Thriller gewirkt. So gebe ich vier Sterne.