Gute Grundidee, Überhastetes Ende

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soraya.cov Avatar

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Der Einstieg in das Buch fällt zunächst etwas schwer: Die Vielzahl an Charakteren und deren komplexe Beziehungen untereinander sorgen zu Beginn für Verwirrung. Wer jedoch am Ball bleibt, wird belohnt, denn die Zusammenhänge klären sich mit fortlaufender Lesedauer auf.
Die Storyline an sich hat Potenzial und gewinnt durch die kurzen Kapitel besonders ab der Mitte an Spannung. Leider wirkt das Ende jedoch etwas gehetzt. Insbesondere das letzte Kapitel über Margie empfand ich als überflüssig – es trägt wenig zur Handlung bei und öffnet unnötige Nebenstränge.
Auch die Charakterentwicklung konnte mich nicht vollends überzeugen:

Kate: Ihre Szene auf dem Felsen wirkte auf mich völlig „out of character“, wodurch der Plottwist am Ende für mich an Glaubwürdigkeit verlor. Hier hätte man die Entwicklung tiefer und durchdachter ausarbeiten müssen, da Kates Geschichte eigentlich im Fokus stehen sollte.

Bea: Ihre Rolle blieb für mich blass. Es stellt sich die Frage, welchen Mehrwert ihre Verwicklungen mit anderen Familienmitgliedern eigentlich hatten, da ihr gesamter Beitrag zur Geschichte eher gering blieb.

Theo: Seine Wandlung empfand ich als zu abrupt und unrealistisch.

Ein solider „Read“, der vor allem durch das Pacing in der zweiten Hälfte überzeugt, bei der Ausarbeitung der Figuren und dem Abschluss jedoch schwächelt.