Mehr Familiendrama als Thriller
Die Atmosphäre der schottischen Highlands und das abgeschiedene Lodge-Setting schaffen von Beginn an eine interessante Ausgangslage. Eine Familie kommt nach dem Tod des Vaters zusammen, während ein Geheimnis über allem schwebt und die Spannungen zwischen den Angehörigen langsam zunehmen. Die Zutaten für einen spannenden Thriller sind also vorhanden. Allerdings stellte sich für mich recht schnell heraus, dass der Fokus weniger auf Spannung und Gefahr liegt, sondern vielmehr auf familiären Beziehungen, Konflikten und lang gehüteten Verletzungen.
Der Einstieg fiel mir zunächst recht schwer. Zu Beginn werden viele Figuren eingeführt – die drei Töchter, ihre Partner und Kinder. Dadurch dauerte es einige Zeit, bis ich alle Personen zuordnen konnte und wirklich in die Handlung hineingefunden habe. Gleichzeitig wird das zentrale Geheimnis rund um die Eltern vergleichsweise früh deutlich, sodass ein großer Teil der Spannung eher daraus entsteht, wann die Wahrheit ausgesprochen wird, als aus der Frage, worum es überhaupt geht.
Genau hier lag für mich jedoch das Problem. Relativ schnell wartet man darauf, dass die Geschichte den nächsten Schritt macht und die angekündigten Konflikte eskalieren. Vieles wird angedeutet und vorbereitet, doch über lange Strecken bleibt die Handlung überraschend statisch. Statt echter Entwicklungen stehen immer wieder familiäre Spannungen, Rückblicke und zwischenmenschliche Konflikte im Vordergrund.
Auch die zahlreichen Perspektivwechsel konnten mich nicht vollständig überzeugen. Grundsätzlich mag ich wechselnde Erzählerstimmen, hier waren es für meinen Geschmack jedoch zu viele Sichtweisen für den tatsächlichen Fortschritt der Geschichte. Dadurch entstanden zwar unterschiedliche Blickwinkel auf die Ereignisse, gleichzeitig wurde die Handlung aber immer wieder ausgebremst.
Hinzu kommt, dass einige Themen angesprochen werden, die zwar aktuell und relevant sind, für mich aber nicht immer organisch in die Geschichte eingebunden wirkten. Manche Handlungsstränge fühlten sich eher wie zusätzliche Themenfelder an, die noch untergebracht werden sollten, als wie notwendige Bestandteile der Handlung.
Positiv hervorzuheben ist das Ende. Dort nimmt die Geschichte endlich an Fahrt auf und konnte mich noch einmal deutlich stärker fesseln. Zwar bleiben einige Fragen offen, dennoch entsteht erstmals die Spannung, die ich mir bereits früher gewünscht hätte.
Insgesamt ist dies für mich deutlich mehr Familiendrama als Thriller. Wer komplexe Familienkonstellationen und zwischenmenschliche Konflikte mag, wird hier vermutlich mehr Freude haben als Leserinnen und Leser, die vor allem auf Hochspannung hoffen.
Der Einstieg fiel mir zunächst recht schwer. Zu Beginn werden viele Figuren eingeführt – die drei Töchter, ihre Partner und Kinder. Dadurch dauerte es einige Zeit, bis ich alle Personen zuordnen konnte und wirklich in die Handlung hineingefunden habe. Gleichzeitig wird das zentrale Geheimnis rund um die Eltern vergleichsweise früh deutlich, sodass ein großer Teil der Spannung eher daraus entsteht, wann die Wahrheit ausgesprochen wird, als aus der Frage, worum es überhaupt geht.
Genau hier lag für mich jedoch das Problem. Relativ schnell wartet man darauf, dass die Geschichte den nächsten Schritt macht und die angekündigten Konflikte eskalieren. Vieles wird angedeutet und vorbereitet, doch über lange Strecken bleibt die Handlung überraschend statisch. Statt echter Entwicklungen stehen immer wieder familiäre Spannungen, Rückblicke und zwischenmenschliche Konflikte im Vordergrund.
Auch die zahlreichen Perspektivwechsel konnten mich nicht vollständig überzeugen. Grundsätzlich mag ich wechselnde Erzählerstimmen, hier waren es für meinen Geschmack jedoch zu viele Sichtweisen für den tatsächlichen Fortschritt der Geschichte. Dadurch entstanden zwar unterschiedliche Blickwinkel auf die Ereignisse, gleichzeitig wurde die Handlung aber immer wieder ausgebremst.
Hinzu kommt, dass einige Themen angesprochen werden, die zwar aktuell und relevant sind, für mich aber nicht immer organisch in die Geschichte eingebunden wirkten. Manche Handlungsstränge fühlten sich eher wie zusätzliche Themenfelder an, die noch untergebracht werden sollten, als wie notwendige Bestandteile der Handlung.
Positiv hervorzuheben ist das Ende. Dort nimmt die Geschichte endlich an Fahrt auf und konnte mich noch einmal deutlich stärker fesseln. Zwar bleiben einige Fragen offen, dennoch entsteht erstmals die Spannung, die ich mir bereits früher gewünscht hätte.
Insgesamt ist dies für mich deutlich mehr Familiendrama als Thriller. Wer komplexe Familienkonstellationen und zwischenmenschliche Konflikte mag, wird hier vermutlich mehr Freude haben als Leserinnen und Leser, die vor allem auf Hochspannung hoffen.