Mehr Familiendrama als Thriller
Das neue Buch von Samantha Hayes verspricht Spannung in der schottischen Einöde. Das Cover passt hervorragend zum Buch, es strahlt eine Düsternis aus, monochrom mit gelber Schrift, gelbem Rand und zwei Farbpunkten, einer gelben Jacke und dem gelb erleuchteten Fenster eines Cottages.
In der abgelegenen schottischen Lodge, einem Ferienhaus der Familie, lädt Connie ihre drei Töchter mit deren Familien zu einem Urlaub ein. Es ist der erste Urlaub seit dem Tod ihres Mannes und Connie hat ihren Kindern etwas Unangenehmes zu sagen. Von Beginn an wird klar, dass alle Familienmitglieder ihre ganz persönlichen Geheimnisse mit sich herumtragen. Geheimnisse, die überwiegend auch die anderen betreffen, aber niemand redet offen mit den anderen. Spannung wird erzeugt über Andeutungen und Vermutungen. Es existieren erstaunlich viele Konflikte zwischen den Schwestern, deren Partnern und auch den Kindern. Langsam schält sich heraus, dass die vermeintlich so engen, guten und tragfähigen Familienbeziehungen nicht das sind, was sie versprechen. Am Ende offenbaren sich alte Familiengeheimnisse, die über Jahrzehnte totgeschwiegen wurden und jetzt eine tödliche Aktualität entwickeln.
Die Autorin fängt die Stimmung der rauen, ungezähmten Landschaft sehr gekonnt ein und sie passt zu den Geschehnissen der Handlung. Die Kapitel sind kurz und jeweils aus der Perspektive einer Person geschrieben. Dadurch bekommen wir viele verschiedene Blickwinkel und gleichzeitig einen jeweils begrenzten Blick auf die Wahrheit. Auch die Zeitebenen wechseln immer wieder von Gegenwart zu Vergangenheit. So lernt man die Familie und ihre Dynamiken ganz gut kennen. Das Buch ist ein bisschen wie ein Tanz um das große Geheimnis, das hinter allem steht.
Ich habe eine ganze Weile gebraucht, um in das Buch hineinzufinden. Den Beginn fand ich eher zäh und die Andeutungen zu viel, ohne dass sich für mich eine Dynamik entwickelt hätte. Das wird im Verlauf des Buches besser und gegen Ende überschlägt sich die Handlung förmlich. Die Auflösung ist anders als ich erwartet hatte, das gefällt mir. Allerdings wirkt das Ende teilweise sehr konstruiert und nicht immer überzeugend. Auch versucht die Autorin so viele aktuelle Themen im Buch unterzubringen, dass die Handlung ihren Fokus verliert, und durch viele Nebenschauplätze auch einen guten Teil der Spannung. Es zerfasert die Geschichte unnötig.
Nach meiner Einschätzung ist es ein solider Thriller, der Längen hat und mich nicht immer überzeugt hat. Stellenweise ist es eher ein sehr emotionales Familiendrama mit Thrillerelementen, was seinen Reiz haben kann, ich aber bei der Ankündigung nicht erwartet habe.
In der abgelegenen schottischen Lodge, einem Ferienhaus der Familie, lädt Connie ihre drei Töchter mit deren Familien zu einem Urlaub ein. Es ist der erste Urlaub seit dem Tod ihres Mannes und Connie hat ihren Kindern etwas Unangenehmes zu sagen. Von Beginn an wird klar, dass alle Familienmitglieder ihre ganz persönlichen Geheimnisse mit sich herumtragen. Geheimnisse, die überwiegend auch die anderen betreffen, aber niemand redet offen mit den anderen. Spannung wird erzeugt über Andeutungen und Vermutungen. Es existieren erstaunlich viele Konflikte zwischen den Schwestern, deren Partnern und auch den Kindern. Langsam schält sich heraus, dass die vermeintlich so engen, guten und tragfähigen Familienbeziehungen nicht das sind, was sie versprechen. Am Ende offenbaren sich alte Familiengeheimnisse, die über Jahrzehnte totgeschwiegen wurden und jetzt eine tödliche Aktualität entwickeln.
Die Autorin fängt die Stimmung der rauen, ungezähmten Landschaft sehr gekonnt ein und sie passt zu den Geschehnissen der Handlung. Die Kapitel sind kurz und jeweils aus der Perspektive einer Person geschrieben. Dadurch bekommen wir viele verschiedene Blickwinkel und gleichzeitig einen jeweils begrenzten Blick auf die Wahrheit. Auch die Zeitebenen wechseln immer wieder von Gegenwart zu Vergangenheit. So lernt man die Familie und ihre Dynamiken ganz gut kennen. Das Buch ist ein bisschen wie ein Tanz um das große Geheimnis, das hinter allem steht.
Ich habe eine ganze Weile gebraucht, um in das Buch hineinzufinden. Den Beginn fand ich eher zäh und die Andeutungen zu viel, ohne dass sich für mich eine Dynamik entwickelt hätte. Das wird im Verlauf des Buches besser und gegen Ende überschlägt sich die Handlung förmlich. Die Auflösung ist anders als ich erwartet hatte, das gefällt mir. Allerdings wirkt das Ende teilweise sehr konstruiert und nicht immer überzeugend. Auch versucht die Autorin so viele aktuelle Themen im Buch unterzubringen, dass die Handlung ihren Fokus verliert, und durch viele Nebenschauplätze auch einen guten Teil der Spannung. Es zerfasert die Geschichte unnötig.
Nach meiner Einschätzung ist es ein solider Thriller, der Längen hat und mich nicht immer überzeugt hat. Stellenweise ist es eher ein sehr emotionales Familiendrama mit Thrillerelementen, was seinen Reiz haben kann, ich aber bei der Ankündigung nicht erwartet habe.