Misstrauen

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yviwi Avatar

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Was wäre, wenn plötzlich jemand in deinem Leben auftaucht, der eigentlich gar nicht da sein dürfte?

Mit Eine zu viel erzählt Samantha Hayes einen Psychothriller, der vor allem von Misstrauen, Geheimnissen und der Frage lebt, wem man eigentlich noch glauben kann. Schon früh hatte ich das Gefühl, dass hier irgendetwas ganz gewaltig nicht stimmt und genau dieses Gefühl hat mich beim Lesen immer weitergetrieben.

Besonders gut gefallen hat mir, dass die Geschichte immer wieder neue Fragen aufwirft. Kaum glaubt man, eine Situation durchschaut zu haben, kommt die nächste Wendung und lässt einen die eigenen Vermutungen wieder überdenken. Dabei spielt die Autorin schön mit dem Gefühl, dass man als Leser nie wirklich den gesamten Überblick hat.

Die Atmosphäre fand ich dabei besonders gelungen: unterschwellig unangenehm, zunehmend beklemmend und genau so, dass man ständig wissen möchte, was hinter den Kulissen eigentlich passiert.

Allerdings konnte mich nicht jede Wendung gleichermaßen überzeugen und an manchen Stellen hätte ich mir etwas mehr Tempo gewünscht. Trotzdem hatte die Geschichte für mich genug Sog, um immer weiterlesen zu wollen.