Packend erzählt, wenn auch nicht immer ganz glaubwürdig

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Connie lädt nach dem Tod ihres Mannes ihre drei Töchter samt Partner und Kinder in ihre Lodge in Schottland ein. Zehn Tage wollen sie dort verbringen, um den Tod des Vaters zu verarbeiten. Doch Connie muss ihren Kindern ein lang gehütetes Geheimnis erzählen, das die Welt aller ins Schwanken bringen lässt. Connie wartet auf den richtigen Moment, um es der Familie zu erzählen. Doch schnell kippt die Stimmung und die Fronten zwischen den Mitgliedern der Familie müssen neu geklärt werden.
Der Thriller wird aus den Perspektiven der einzelnen Familienmitglieder erzählt, was der Geschichte viel Dynamik verleiht und dafür sorgt, dass sich das Buch insgesamt sehr schnell lesen lässt. Durch die wechselnden Sichtweisen erhält man interessante Einblicke in die Gedanken- und Gefühlswelt der Charaktere. Dadurch entwickelt man zu einigen Figuren schnell Sympathien, während man anderen deutlich kritischer gegenübersteht.
Besonders positiv hervorzuheben ist der flüssige und angenehme Schreibstil. Zudem endet ein Großteil der Kapitel mit einem Cliffhanger, wodurch kontinuierlich Spannung aufgebaut wird und man stets neugierig auf den weiteren Verlauf der Handlung bleibt.
Allerdings empfand ich den ersten Teil des Buches als etwas langatmig. Für einen Thriller passierte mir dort zu wenig, sodass die Geschichte nur langsam in Fahrt kam. Im Gegensatz dazu konnte mich das Finale vollkommen überzeugen. Die letzten etwa 50 Seiten waren äußerst spannend und ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen.
Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Vielzahl an Schicksalsschlägen, die die einzelnen Familienmitglieder erleben. Teilweise wirkte die Häufung dieser Ereignisse auf mich zu konstruiert und unrealistisch. Auch die Art und Weise, wie manche Figuren damit umgingen, erschien mir stellenweise wenig glaubwürdig.
Insgesamt handelt es sich um einen spannend erzählten Thriller mit interessanten Charakterperspektiven, einem angenehmen Schreibstil und einem packenden Ende. Trotz einiger Schwächen im ersten Teil und mancher unrealistischen Entwicklungen hat mich das Buch insgesamt sehr gut unterhalten und besonders durch sein spannendes Ende überzeugt.