Sehr atmosphärisch

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pageswithsusi Avatar

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Eine zu viel spielt in einem abgelegenen Haus am See in Schottland. Dieses Setting sorgt von Anfang an für eine düstere, leicht beklemmende Atmosphäre und passt sehr gut zur Geschichte.

Der Einstieg fiel mir jedoch zunächst etwas schwer. Durch die vielen verschiedenen Namen musste ich mich erst einmal orientieren. Das legte sich zwar schnell, dennoch entwickelt sich die Handlung eher ruhig. Über weite Strecken hatte ich deshalb das Gefühl, eher ein spannendes Familiendrama als einen klassischen Thriller zu lesen.

Mit den Figuren bin ich leider nicht so richtig warm geworden. Obwohl jede Person ihre eigene Rolle in der Geschichte hat, konnte ich zu keiner eine wirkliche Verbindung aufbauen. Hier hätte ich mir an manchen Stellen etwas mehr Tiefe gewünscht.

Besonders gut gefallen hat mir, dass nach und nach die Geheimnisse der einzelnen Familienmitglieder ans Licht kommen. Durch die verschiedenen Perspektiven setzt sich die Geschichte Stück für Stück zusammen und ich habe die ganze Zeit mitgerätselt. Zwischendurch war ich mir sicher, die Auflösung bereits zu kennen – manches hat sich bestätigt, anderes konnte mich dann doch noch überraschen.

Zum Ende hin nimmt die Spannung deutlich zu und die letzten Kapitel haben mir richtig gut gefallen. Ganz rund war es für mich am Ende nicht, mir hat an ein paar Stellen etwas gefehlt.

Insgesamt hat mich das Buch gut unterhalten. Wer atmosphärische Geschichten mit Familiengeheimnissen, mehreren Perspektiven und einem ruhigen Spannungsaufbau mag, dürfte hier auf seine Kosten kommen.