Abenteuer mit Frida

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gerdimaus Avatar

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Phasen des Umbruchs sind anstrengend, angsteinflößend und wahnsinnig aufregend. Das beginnt schon in jungen Jahren und ich glaube, je älter und festgefahrener man wird, desto schlimmer werden Veränderungen für viele Menschen. Für Frida gilt das vielleicht nicht unbedingt, doch auch sie steht einer großen Veränderung gegenüber in "Hurra, mein letztes Kindergartenjahr!".
Und in diesem Jahr ist mächtig was los. Alltagsprobleme wie die akute Unlust und das Bedürfnis nach einer Auszeit, die schwierige Wahl des richtigen Schulranzens, der Verlust geliebter Kuscheltier-Begleiter oder auch Herausforderungen wie die Seepferdchen-Prüfung und Abenteuer wie eine Übernachtung im Kindergarten. All das wartet auf Frida in ihrem letzten Kindergartenjahr, aber auch auf ihre Familie und Freunde.
Die einzelnen Geschichten sind gefühlt allesamt sehr auf "Heile Welt" getrimmt, aber das ist nichts Schlechtes, es soll hier nur erwähnt werden. Unsere Tochter ist gerade in ihrem letzten Kindergartenjahr und es kann durchaus abenteuerlich werden mit einem so kleinen Menschen, der immer noch lernt, mit seinen Emotionen umzugehen. Zusammen mit Frida kann ein anderer Blickwinkel auf dieses so wichtige Jahr geworfen werden und jede Geschichte zeigt: Ganz egal, wie schwer etwas erscheint, wie traurig man manchmal ist oder wie endgültig manche Abschiede wirken, die Welt ist immer noch in Ordnung.
Einen großen Teil seines Charmes bekommt das Buch von seinen Illustrationen. Diese sind sparsam genug eingesetzt, dass sie das Lesen nicht allzu unruhig machen, aber bunt und knallig genug, um auch so zu zeigen, wie viel Charakter in ihnen steckt.
Insgesamt ist "Einfach Frida! Hurra, mein letztes Kindergartenjahr!" vielleicht nicht mein liebstes Buch aus der Sammlung unserer Tochter, doch in dieser aktuellen Phase ihres Leben ganz sicher das richtige. Die Geschichten werden auch in einem Jahr oder zwei noch gut sein und Spaß machen, doch die besondere Bindung von Vorschulkind zu Vorschulkind wird wohl verloren gehen, doch das dürfte bei einem Titel wie diesem niemanden überraschen und die Zielgruppe ganz klar definieren.