Blind - aber nicht unfähig

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dana09 Avatar

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Auf Anhieb hat mich das optimistische Titelbild in den sonnigen Farben angesprochen. Sowohl mir als auch meiner Großnichte fiel sofort die etwas dümmlich schauende, aber niedliche, Katze auf.
Die Geschichte handelt von dem aufgeweckten Mädchen Sunny, das sich trotz ihrer Behinderung nicht davon abhalten lässt, sich auf die Suche nach dem seltsamen Ding zu machen. Da Sunny blind ist, muss sie sich dabei auf ihre anderen Sinne verlassen.
Zusammen mit dem mürrischen Ben, über den sie eines Tages wortwörtlich stolpert, macht sich die unerschrockene Ermittlerin auf die Suche. Dabei müssen einige Hindernisse überwunden und Vorurteile vergessen werden.
Der anfangs griesgrämige Ben taut dabei immer mehr auf und verrät Sunny, um was es sich bei dem geheimnisvollen Ding handelt. Langsam entwickelt sich zwischen den beiden jugendlichen Suchern eine tiefe Freundschaft.
Der Autorin gelingt es gut, sich in die kindliche Gefühlswelt zu versetzen. Einfühlsam und doch spannend erzählt sie die Geschichte aus der Sicht von Sunny. Dabei steht im Fokus, wie wichtig die anderen Sinne für die blinde Ermittlerin sind. Kindgerecht und verständlich, flüssig lesbar behandelt das Buch das Thema Inklusion. Jeder junge Leser wird verstehen, dass man auch mit einer Behinderung am sogenannten normalen Leben teilnehmen kann.
Die Zeichnungen von Olivia Vieweg lockern das Buch auf und machen das Lesen entspannender und lockerer.