Lustige Geschichte, ungewöhnliche Protagonistin, spannendes Rätsel

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tonton Avatar

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"Einfach Sunny" ist ein absolut gelungene Detektivegeschichte mit einer ungewöhnlichen Protagonistin. Die Idee ist originell: ein blindes Mädchen, die sich als professionelle Sachen-Sucherin bezeichnet. In diesem Buch hilft sie Ben dabei, einen verlorenen Gegenstand wiederzufinden.
Die Hauptfiguren wirken sehr sympathisch. Vor allem Sunny ist ein sehr außergewöhnliches Mädchen: Frech und selbstbewusst, sie lässt sich keineswegs von ihrer Blindheit einschränken.
Der Schreibstil ist flüssig und witzig, und das Buch macht einfach viel Spaß. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Sunny und Ben erzählt und stellt sehr realistisch, wie blinde Menschen mit ihrer Umgebung umgehen. Die Szene, in der Sunny gar nicht bemerkt, dass sie und Ben sich in einem stockdunklen Schuppen befinden und dann das Lichtschalter sofort findet, war besonders einprägsam.
Die Handlung schreitet rasant voran, während die beiden von Ort zu Ort nach dem Gegenstand suchen, und ihn immer nur knapp verpassen.
Uns hat das Ende richtig gut gefallen. Das Storytelling ist sehr gelungen und die Handlung meisterhaft verwoben, was in Kinderbüchern nicht immer selbstverständlich ist.