Atmosphärischer Thriller

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annigri Avatar

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„Eisnebel“ hat mich von der ersten Seite an gepackt. Vor allem durch die dichte, eisige Atmosphäre. Die verschneite Bergkulisse, die Abgeschiedenheit und das Gefühl ständiger Gefahr sorgen für eine unglaublich beklemmende Stimmung, die perfekt zum Thriller-Genre passt.

Die Protagonistin ist vielschichtig und authentisch gezeichnet. Ihre innere Zerrissenheit, Ängste und Zweifel wirken glaubwürdig und machen es leicht, mit ihr mitzufiebern. Besonders gelungen fand ich, wie Vergangenheit und Gegenwart miteinander verwoben werden. Stück für Stück setzt sich das Puzzle zusammen, ohne dass man sofort alles durchschaut.

Die Spannung steigert sich kontinuierlich. Es gibt immer wieder Wendungen, die man so nicht erwartet, und genau das macht das Buch so fesselnd. Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und sehr atmosphärisch. Man spürt förmlich die Kälte, den Nebel und die Bedrohung.

Ein kleines Manko ist, dass sich einige Passagen in der Mitte minimal gezogen haben, doch das wird durch das starke Finale mehr als ausgeglichen. Das Ende ist intensiv, emotional und bleibt im Kopf.